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    EU-Parlament erkennt Hungersnot in der Ukraine als Genozid an

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    KIEW, 23. Oktober (RIA Novosti). Das Europäische Parlament hat am Donnerstag die Hungersnot Anfang der 30er Jahre in der Ukraine in einer Resolution als Verbrechen gegen die Menschheit anerkannt, wie die ukrainische Agentur UNIAN meldet.

    "Die Hungersnot ist als schreckliches Verbrechen gegen das ukrainische Volk und gegen die Menschheit anerkannt worden. Streng verurteilt wird das Vorgehen, darunter gegen die ukrainische Bauernschaft, das mit der Massenvernichtung von Menschen und mit der Verletzung ihrer Rechte und Freiheiten einherging.

    Es wird Sympathie für das ukrainische Volk geäußert, das die Hungertragödie überlebte, und die Achtung gegenüber denen bezeugt, die an dem künstlich verursachten Hunger in den Jahren 1932 und 1933 starben. Es wird an die Länder der ehemaligen UdSSR appelliert, die Archive über die Hungersnot zu erhalten, um die Organisation dieser Tragödie zu untersuchen", schreibt die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN.

    Die ukrainischen Staatsbehörden betrachten die Hungersnot (Holodomor) als Genozid gegen das ukrainische Volk und rufen die Weltöffentlichkeit auf, diese Tatsache anzuerkennen.

    Der Großhunger in den 1932 und 1933 Jahren hat nach Angaben einiger ukrainischer Historiker sieben bis zehn Millionen Menschen das Leben gekostet.

    Laut den russischen Wissenschaftlern wurden 1932 und 1933 die wichtigsten Getreideregionen der UdSSR: die Ukraine, der Nordkaukasus, die Gebiete am Unter- und Mittellauf der Wolga, ein bedeutender Teil der Zentralen Schwarzerdezone, Kasachstan, Westsibirien und der Südural von der Hungerkatastrophe heimgesucht. Nach unterschiedlichen Angaben starben insgesamt sieben bis acht Millionen Menschen an Hunger - drei bis 3,5 Millionen davon in der Ukraine, zwei Millionen in Kasachstan und Kirgisien und zwei bis 2,5 Millionen in der Russischen Sowjetrepublik.

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