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    Welt-AIDS-Tag: Zahl der HIV-Infizierten in Russland nimmt weiter zu

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    MOSKAU, 01. Dezember (RIA Novosti). Am Welt-AIDS-Tag im Jahr 2008 sehen sich alle Staaten vor der Aufgabe, die Epidemie der menschlichen Immunschwäche-Krankheit zu stoppen, der jährlich bis zu drei Millionen Menschen zum Opfer fallen.

    Das geht aus einer Pressemitteilung der russischen Aufsichtsbehörde für Verbraucherschutz (Rospotrebnadsor) hervor, die auf der offiziellen Webseite der Behörde veröffentlicht wurde.

    In Russland werden Fälle von HIV-Infektion seit 1989 registriert, als Neugeborene in Elista (Republik Kalmykien) mit dem Virus angesteckt worden waren.

    Nach dem Stand vom 1. November 2008 gibt es 448 000 HIV-Infizierte im Land.

    "Trotz der eingeleiteten Bemühungen ist es noch immer nicht gelungen, der Ausbreitung der HIV-Epidemie im Land Einhalt zu gebieten. Die offizielle Zahl der HIV-Infizierten nimmt weiter zu. In den ersten zehn Monaten 2008 wurden 33 732 HIV-Neuansteckungen registriert", heißt es.

    Die schwierigste Situation hat sich in Moskau, Sankt Petersburg, Jekaterinburg, Samara und in deren Umgebung sowie in Irkutsk, Tscheljabisnk, Orenburg, Kemerowo, im autonomen Bezirk der Chanten und Mansen herausgebildet.

    Die Zahl der HIV-Infizierten in den genannten Regionen macht 61,1 Prozent der Gesamtzahl der in Russland registrierten HIV-Träger aus. Laut Rospotrebnadsor erfolgt die Infizierung weiterhin vorwiegend durch Drogeninjektionen (durchschnittlich 65 Prozent).

    Die Epidemie betrifft gegenwärtig den jungen, handlungsfähigsten und höchst aktiven (auch vom demographischen Standpunkt aus) Teil der Bevölkerung. Mehr als 80 Prozent der HIV-Infizierten sind Menschen zwischen 15 und 30 Jahren.

    Seit Mitte 2007 nimmt jedoch der Anteil der Neuansteckungen unter den über 30-Jährigen an der Gesamtzahl der HIV-Infizierten deutlich zu. "Es ist eine stabil wachsende Tendenz von HIV-Infektionen unter Frauen sowie eine zunehmende Zahl von registrierten HIV-Infektionen unter Schwangeren zu beobachten. Als Folge werden im Land täglich rund 20 Kinder von HIV-infizierten Frauen zur Welt gebracht".

    Der russische Staat unternimmt ernsthafte Anstrengungen, um die Ausbreitung des HI-Virus zu stoppen.

    Zurzeit werden 133 Programme, darunter 50 im Rahmen eines vorrangigen Nationalprojektes, umgesetzt, die den HIV-Infizierten eine zugängliche Hilfe gewähren.

    "Im Ergebnis dessen hat sich die Zahl der Therapieverweigerungen verringert. Hatten in den Jahren 2006 und 2007 acht bis zehn Prozent die eingeleitete Therapie unterbrochen, sind es jetzt nur noch fünf Prozent.

    Im Rahmen des vorrangigen Nationalprojektes zur Feststellung von HIV-Infektion wurden in den ersten zehn Monaten 2008 nahezu 20,345 Millionen Menschen untersucht. Nach dem Stand vom 1. November 2008 haben 54 948 Menschen, darunter 37 203 auf Kosten des vorrangigen Nationalprojektes, eine Antiretrovirustherapie durchlaufen.

    In den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 93,5 Prozent der HIV-infizierten Schwangeren prophylaktische Medikamente verabreicht.

    Im Rahmen des Welt-AIDS-Tages werden in allen Regionen Russlands Informations- und Aufklärungsmaßnahmen sowie Wohltätigkeitskonzerte mit dem Ziel durchgeführt, Jugendliche vor HIV-Infektionen zu bewahren und die mit dem HI-Virus Lebenden zu unterstützen.

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