10:05 16 Oktober 2018
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    Finanzkrise in Litauen: Tausende attackieren Parlament

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    Die Finanzkrise hat in der litauischen Hauptstadt Vilnius eine Welle der Gewalt auf den Straßen ausgelöst: Tausende protestierten gegen Regierung, Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein.

    VILNIUS, 16. Januar (RIA Novosti). Die Finanzkrise hat in der litauischen Hauptstadt Vilnius eine Welle der Gewalt auf den Straßen ausgelöst: Tausende protestierten gegen Regierung, Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein.

    Am Freitag versammelten sich rund 7 000 Menschen vor dem litauischen Parlament in Vilnius, um gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung zu protestieren, berichtet ein Korrespondent der RIA Novosti vor Ort. Als die Aktion sich schon ihrem Ende neigte, begannen die Demonstranten das Parlamentsgebäude mit Eiern und leeren Flachen zu bewerfen. Anschließend griffen sie die Polizei an.

    Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Das bestätigte auch Audronis Azubalis, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, der sich im Parlamentsgebäude befand. Nach seinen Worten versuchen Demonstranten, gewaltsam ins Parlament zu gelangen. Dabei wurden nach Angaben der Onlinezeitung DELFI 13 Menschen verletzt.

    Am Dienstag war das benachbarte Lettland von Unruhen erschüttert worden. Hunderte hatten in der Hauptstadt Riga gegen die Politik der Regierung protestiert und eine Auflösung des Parlaments gefordert. Die Protestaktion endete in Massenkrawalle, bei denen mindestens 50 Menschen verletzt und mehrere Geschäfte zerstört wurden.

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