20:33 17 Oktober 2017
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    Nach israelischem Militäreinsatz in Gaza: Russische Ärzte behandeln verletzte Kinder

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    Mehr als 100 schwerverletzte Kinder im Gaza-Streifen werden von russischen Ärzten unter Leitung des Kinderchirurgen Leonid Roschal behandelt.

    MOSKAU, 23. Januar (RIA Novosti). Mehr als 100 schwerverletzte Kinder im Gaza-Streifen werden von russischen Ärzten unter Leitung des Kinderchirurgen Leonid Roschal behandelt.

    Das teilte Roschal am Freitag im Telefongespräch mit RIA Novosti mit.

    „Wir arbeiten nun schon zwei Tage in Gaza… Wir werden mehr als 100 palästinensischen Kindern helfen, die sich in einem schweren Zustand befinden“, sagte der Kinderarzt.

    Ihm zufolge werden die Kinder zurzeit von den russischen Medizinern untersucht, die Therapien verordnen bzw. Operationen durchführen. Ein Kind aus dem Gaza-Streifen wird voraussichtlich zur weiteren Behandlung in die Moskauer Kinder-Notfallklinik für Chirurgie und Traumatologie gebracht.

    „Wir müssen noch juristische Fragen zum Transport des Patienten erledigen und die Zustimmung seiner Eltern bekommen“, sagte Roschal.

    Die Ärztemission, der ein Kindertraumatologe, ein Neurochirurg, ein Facharzt für Wundenbehandlung und ein Fachmann für Allgemeine Chirurgie angehören, war am Donnerstag nach Gaza gekommen.

    Nach der Aufenthaltsdauer in Gaza gefragt, sagte Roschal, das Team werde frühestens am Montag nach Moskau zurückkehren.

    Die russischen Ärzte arbeiten in Gemeinschaft mit ihren palästinensischen Kollegen, von denen viele medizinische Hochschulen in der ehemaligen Sowjetunion absolviert hatten und Russisch beherrschen.

    Die israelische Militäroperation im Gaza-Streifen hatte am 27. Dezember 2008 begonnen und war am vergangenen Sonntag beendet worden. Laut der israelischen Seite hatte der Militäreinsatz zum Ziel, den Raketen- und Granatenbeschuss von palästinensischer Seite zu beenden. Die Militäroperation kostete 1300 Palästinenser, zumeist Zivilisten, das Leben. Nach Angaben der palästinensischen Mediziner wurden rund 4500 Menschen verletzt.

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