13:35 22 Juni 2018
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    Russland prüft Anspruch auf Milliarden-Schatz in versenktem Schiff

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    MOSKAU, 29. Januar (RIA Novosti). Ein Teil des vor der Küste von Guyana entdeckten Milliarden-Schatzes könnte Russland gehören: Bei der Fracht eines dort gesunkenen Schiffes handelt es sich vielleicht um die Bezahlung für Lend-Lease-Lieferungen aus den USA, vermuten russische Experten.

    Es gebe Gründe zu vermuten, dass Russland einen Teil des Schatzes beanspruchen könnte, sagte Anatoli Kolodkin, Richter des Internationalen Seegerichtshofes, am Donnerstag auf einer RIA-Novosti-Pressekonferenz.

    Vorerst gebe es aber keine Bestätigung für die Lend-Lease-Version. Es müsse in Archiven geprüft werden, ob ein Schiff mit solcher Fracht einen sowjetischen Hafen während des zweiten Weltkriegs verlassen habe, so Kolodkin.

    Guyana dürfe aber keine Ansprüche auf den Schatz erheben, denn das Wrack liege außerhalb seiner Hoheitsgewässer, sagte der russische Experte.

    Den Fund hatte kürzlich die US-Firma Sub Sea Research gemeldet. Sie gab den richtigen Namen des Schiffes nicht bekannt. Nur der Deckname „Blue Baron“ wird erwähnt. Das Frachtschiff sei vermutlich 1942 von einem europäischen Hafen ausgelaufen und dann von einem deutschen U-Boot vor der Küste von Guyana versenkt worden.

    Das Schiff soll tonnenweise Gold, Platin und Industrie-Diamanten an Bord haben. Der Gesamtwert des Schatzes beläuft sich Medienberichten zufolge auf 2,6 Milliarden US-Dollar.

    Im Rahmen des Lend-Lease-Programms hatten die USA während des Zweiten Weltkrieges Waffen, Militärgerät und Lebensmittel an ihre europäischen Verbündeten geliefert.

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