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    Tschechischer Ex-Präsident Havel aus Krankenhaus entlassen

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    WARSCHAU, 29. Januar (RIA Novosti). Der Zustand des tschechischen Ex-Präsidenten Vaclav Havel, der nach einer Operation in der Prager Klinik „Motol“ im Zusammenhang mit einer Lungenentzündung behandelt wurde, hat sich derart verbessert, dass die Ärzte den Patienten aus der Klinik entlassen und eine häusliche Nachkur verordnet haben.

    Das erfuhr RIA Novosti am Donnerstag von der Pressestelle der Klinik.

    Havel wird sich in seiner Prager Villa unter ärztlicher Kontrolle aufhalten. Auf Empfehlung der Mediziner soll er periodisch das Krankenhaus aufsuchen, um sich prophylaktisch untersuchen zu lassen.

    Nach der Operation am 12. Januar waren bei Havel Komplikationen aufgetreten, woraufhin bei dem Ex-Politiker eine Lungenentzündung festgestellt wurde.

    Die Probleme mit der Lunge und die immer wiederkehrende Atemwegsentzündung hatten sich nach der Entfernung eines Tumors der rechten Lunge im Dezember 1996 verschärft.

    Nach einer Dickdarmoperation im Jahre 1998 litt Havel unter schweren Komplikationen und schwebte einige Zeit in Lebensgefahr.

    Im Dezember 2001 wurde der Politiker mit einer Lungenentzündung in ein Militärkrankenhaus gebracht. Damals wurde sein Arbeitsprogramm für die Zeit bis zum Jahreswechsel abgesagt.

    Im Juli 2002 musste Havel seine Arbeitsreise nach Frankreich unterbrechen, weil sein Gesundheitszustand sich drastisch verschlechtert hatte. Direkt vom Prager Flughafen Ruzyne wurde er ins Militärkrankenhaus Prag-Stresovice gebracht, wo bei ihm eine Exazerbation der chronischen Bronchitis diagnostiziert wurde.

    Im Jahr 2004 wurde Havel ärztlich empfohlen, seine Reise nach Indien wegen Herz- und Atemproblemen zu verkürzen.

    Im Jahre 2008 wurde der Ex-Präsident in der Klinik des Institutes für klinische und experimentelle Medizin in Prag wegen einer Herzarrhythmie und einer Atemwegentzündung behandelt.

    In seiner Amtszeit als Präsident (1993 bis 2003) wurde Havel 15 Mal stationär behandelt und musste mindestens 200 Tage in Krankenhäusern verbringen.

    Auf Drängen der Ärzte hat Havel, der früher stark geraucht hatte, das Rauchen aufgegeben.

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