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    Jakutien: Minus 40 Grad kehrt nach ungewöhnlicher Wärme zurück

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    Fröste bis 40 Grad haben ein ungewöhnlich warmes Wetter von minus 30 Grad in Jakutien abgelöst. Laut einer Wetterdienst-Prognose soll das kalte Wetter dort bis zum 12. Februar anhalten, wenn der mythologische jakutische "Stier der Kälte" sein erstes Horn verlieren wird.

    JAKUTSK, 02. Februar (RIA Novosti). Fröste bis 40 Grad haben ein ungewöhnlich warmes Wetter von minus 30 Grad in Jakutien abgelöst. Laut einer Wetterdienst-Prognose soll das kalte Wetter dort bis zum 12. Februar anhalten, wenn der mythologische jakutische "Stier der Kälte" sein erstes Horn verlieren wird.

    Das berichtete ein RIA-Novosti-Korrespondent aus Jakutsk.

    Die für die Winterzeit ungewöhnlichen Temperaturen waren Ende Dezember 2008 in Jakutien eingetreten und hatte sich im Grunde einen Monat lang - bis zur zweiten Januarhälfte- gehalten. In den vorangegangenen Jahren war das Thermometer im gleichen Zeitraum bis auf minus 50 Grad gefallen. In diesem Jahr jedoch sank die Lufttemperatur nicht einmal unter minus 30 Grad.

    "Doch die klirrenden Fröste hatten nicht das Feld geräumt, sondern nur eine Pause eingelegt: An den letzten Januartagen wurde es in allen Ortschaften Jakutiens wieder kalt." Das sagte der Sprecher des Wetter-und Umweltkontrolldienstes am Montag zu RIA Novosti.

    Ihm zufolge ist die Temperatur in Jakutien Anfang Februar wieder auf durchschnittlich 40 Grad gesunken.

    "Der Kältepol Oymyakon bleibt weiterhin einer der kältesten Orte in Jakutien. Am 2. Februar werden dort minus 42 bis 45 Grad in der Luft gemessen. In der vergangenen Nacht ist das Thermometer auf 47 bis 49 Grad gefallen", sagte der Gesprächspartner gegenüber der Agentur.

    Nach seinen Angaben werden die Fröste in Jakutien bis Mitte Februar anhalten.

    Wie dem auch sei, die Einwohner Jakutiens warten mit Ungeduld auf das Nachlassen des Frostes. Denn immer mehr Menschen mit Erfrierungen müssen in die Krankenhäuser eingeliefert werden.

    Wie der Sprecher eines Ambulanzzentrums am Montag zu RIA Novosti sagte, "zurzeit 40 Menschen aus den umliegenden Dörfern behandelt".