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    Nach Hubschrauber-Skandal: Altaibewohner beschließen Jagdmoratorium

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    MOSKAU, 06. Februar (RIA Novosti). Nach dem Skandal um den Hubschrauberabsturz im Altai-Gebirge haben die Einwohner des Rayons Kosch-Agatsch der russischen Teilrepublik Altai ein zehnjähriges Jagdverbot beschlossen.

    Das teilte der Chef der Bewegung für den kulturellen Wiederaufbau von Altai, Akai Kynyjew, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Moskau mit.

    Der Hubschrauber mit ranghohen Beamten an Bord, die nach inoffiziellen Angaben auf als bedroht geltende Argalis (Riesenwildschafe) gejagt haben sollen, war im Januar 2009 im Gebirge abgestürzt. Von den elf Insassen kamen sieben ums Leben, darunter der Bevollmächtige des russischen Präsidenten in der Staatsduma, Alexander Kossopkin, und der Chef des Tierschutzkomitees der Republik, Viktor Kaimin.

    Laut einer inoffiziellen Version, die nach der Veröffentlichung mehrerer Fotos vom Unglücksort im Internet lebhaft diskutiert wurde, hatten die Passagiere direkt von Bord der Maschine auf Argalis geschossen.

    Die Umweltstiftung WWF und die Greanpeace-Organisation haben bereits das Untersuchungskomitee der russischen Staatsanwaltschaft ersucht, zu dem Fall eine Ermittlung einzuleiten. Laut der Untersuchungsbehörde werden die von WWF und Greanpeace angeführten Argumente im Rahmen des Ermittlungsverfahrens untersucht und geprüft, das zum Hubschrauberabsturz eingeleitet worden sei.

    Beide Umweltorganisationen haben die Absicht bekundet, ein getrenntes Untersuchungsverfahren zum Fall der Wilderer in die Wege zu leiten.

    „Die einheimischen Einwohner haben auf ihrer Versammlung beschlossen, für zehn Jahre ein Moratorium für die Jagd auf ausnahmslos alle Tiere einzuführen“, sagte Kynyjew.

    Wie er im Gespräch mit RIA Novosti ausführte, „haben die Altaibewohner, obwohl geborene Jäger, diese Entscheidung getroffen, um die Bioressourcen der Region zu bewahren“.

    Die gesellschaftlichen Organisationen der Republik Altai planen, auch in den anderen Rayons Versammlungen durchzuführen, um ein fünfjähriges Jagdmoratorium über das gesamte Territorium der Republik durchzusetzen.

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