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    Chodorkowski fordert Beschlagnahme des versteigerten Yukos-Vermögens - MEHR

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    Michail Chodorkowski, einst Russlands reichster Mann, hofft noch, das versteigerte Vermögen seines bankrotten Ölkonzerns Yukos zurückzuholen.

    MOSKAU, 13. März (RIA Novosti). Michail Chodorkowski, einst Russlands reichster Mann, hofft noch, das versteigerte Vermögen seines bankrotten Ölkonzerns Yukos zurückzuholen. Am Donnerstag ersuchte er das Gericht, Maßnahmen zur Sicherung des Vermögens bis hin zu dessen Beschlagnahme zu treffen.

    Das teilte Chodorkowskis Anwalt Wadim Kljuwgant am Freitag RIA Novosti mit.

    In seinem Gesuch verweist Chodorkowski darauf, dass die anklagende Partei keine Maßnahmen zur Bewahrung des Yukos-Vermögens ergriffen habe, obwohl „sie dieses Vermögen als gestohlen und legalisiert betrachtet hat“.

    Dem Anwalt zufolge sehen Maßnahmen zur Vermögenssicherung im Sinne der Strafprozessordnung die Beschlagnahme dieses Vermögens vor.

    Das Gros der Vermögenswerte des Yukos-Konzerns war wegen seiner Schulden unter den Hammer gegangen und von der staatlichen Ölfirma Rosneft ersteigert worden.

    Dass das Gericht keine Maßnahmen zur Vermögenssicherung ergriffen habe, verletzte die Interessen einer der Prozessparteien, weil im Falle eines Freispruchs das Vermögen an Chodorkowski zurückgegeben werden müsse, so der Anwalt.

    Michail Chodorkowski und sein Komplize Platon Lebedew waren 2005 zu jeweils acht Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung und Betrug verurteilt worden. Am 3. März 2009 hat ein neuer Prozess gegen sie in Moskau begonnen. Diesmal wird ihnen Entwendung von Öl in Milliardenhöhe sowie Geldwäsche vorgeworfen.

    Am heutigen Freitag verwiesen die Verteidiger der beiden Angeklagten darauf, dass es eine Reihe von Gerichtsbeschlüssen gebe, die ihre Mandanten von diesem Vorwurf freigesprochen haben.

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