12:43 20 November 2018
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    Jamadajews Tod möglicherweise zum Schutz des Zeugen vorgetäuscht

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    MOSKAU, 08. April (RIA Novosti). Mehr als eine Woche nach dem Mordanschlag an Sulim Jamadajew, Ex-Kommandeur der tschetschenischen Spezialeinheit Wostok, mehren sich die Zweifel an seinem Tod.

    Laut seinem Bruder Issa wurden Jamadajew und seine Familie von der Dubaier Polizei in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen. „Als ich nach Dubai kam, konnte ich nicht sofort mit der Polizei die Version abstimmen, dass Sulim tot ist“, erzählte Issa Jamadajew der Zeitung „Kommersant“. Deshalb seien in den Medien beide einander widersprechende Versionen aufgetaucht. Sein Bruder sei aber am Leben und befinde sich noch immer in einem Krankenhaus in Dubai.

    Der 36-jährige Jamadajew, der als Erzfeind des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow gilt, war am 28. März in einem Nobelviertel von Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) von einem Attentäter schwer verletzt worden und erlag laut Polizeiangaben in einem Krankenhaus seinen Wunden.

    Diese Woche äußerte Kadyrow, er sei zu 70 Prozent sicher, dass Jamadajew in die Ermordung seines Vaters, Achmad Kadyrow, im Jahre 2004 verwickelt gewesen sei, und er habe Beweise dafür. „Außerdem hat er (Jamadajew) zweimal Attentate auf mich verübt …ich habe Augenzeugen“, sagte Kadyrow, der Jamadajew zuvor bereits Morde und Kidnapping zur Last gelegt hatte.

    Wie die Zeitung „Kommersant“ berichtet, entscheiden die Justizbehören nun über die Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Mordanschlag auf den früheren tschetschenischen Präsidenten Achmad Kadyrow.

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