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    Erdbeben in Italien: bereits 272 Tote in Geisterstadt L'Aquila

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    Bei dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien vom 6. April sind nach Angaben der italienischen Militärs vom Mittwochabend 272 Menschen getötet worden.

    ROM, 09. April (RIA Novosti). Bei dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien vom 6. April sind nach Angaben der italienischen Militärs vom Mittwochabend 272 Menschen getötet worden.

    Zuvor hatte der italienische Premier Silvio Berlusconi von 260 Todesopfern gesprochen, darunter 16 Kinder.

    Wie Berlusconi am Mittwoch in L'Aquila, der Hauptstadt der Region Abruzzen, die im Epizentrum des Erdbebens lag, mitteilte, werden die Opfer am Freitag beigesetzt.

    Der Amtssprecher des Heiligen Stuhls, Padre Federico Lombardi, hatte zuvor mitgeteilt, dass am Freitag der amtierende Kardinalstaatssekretär des Vatikan Tarcisio Bertone die Totenmesse bei der Beerdigung zelebrieren wird.

    Nach Informationen der RIA Novosti besucht der italienische Premierminister die Region nach dem Erdbeben täglich und will am Ostersonntag nach L'Aquila kommen.

    Die Bergungsarbeiten gehen indes weiter. In der Region seien 8 500 Rettungskräfte und Helfer im Einsatz, teilte Berlusconi am Mittwoch mit.

    Für die Einwohner der zerstörten Häuser seien 2962 Zelte errichtet worden, in denen bereits 17 772 Menschen untergebracht worden seien. Nach dem heftigen Erdbeben sind nach den jüngsten Angaben insgesamt 29 000 Menschen obdachlos geworden.

    Berlusconi zufolge wird die Regierung demnächst die Strafe für das Marodieren verschärfen, um das Plündern der verwahrlosten Häuser zu verhindern.

    Ein verheerendes Erdbeben hatte in der Nacht zum Montag die Region Abruzzen erschüttert. Das Beben der Stärke 5,8 überraschte um 03.30 Uhr in der Nacht Zehntausende Menschen im Schlaf. In der Nacht zum Dienstag sowie am Mittwoch kam es in den Abruzzen erneut zu Erdstößen mit Stärken von 4,6 bis 4,7 auf der Richterskala.

    Nach Berlusconis Worten hat sich L'Aquila seitdem in eine "Geisterstadt" verwandelt.

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