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    Russischer Tanker wehrt Piratenangriff mit Wasserkanonen ab

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    Das russische Tankschiff „NS Commander“ konnte am Montag im Indischen Ozean einen Angriff von somalischen Piraten abwehren.

    MOSKAU, 28. April (RIA Novosti). Das russische Tankschiff „NS Commander“ konnte am Montag im Indischen Ozean einen Angriff von somalischen Piraten abwehren.

    Wie die Fachzeitschrift für Seefahrt, „Morskoj Bulletin - Sowfracht“, unter Berufung auf die betroffene Reederei Novoship berichtet, war der Tanker mit 23 Besatzungsmitgliedern an Bord rund 120 Meilen östlich von der jemenitischen Insel Sokotra von drei Piratenbooten attackiert worden, die mit Maschinenpistolen und Granatwerfern schossen. Die „NS Commander“ begann daraufhin zu manövrieren, indem sie sowohl den Kurs als auch die Geschwindigkeit änderte. Außerdem setzte die Besatzung die eigentlich für den Brandschutz bestimmten Wasserkanonen ein und konnte mit unwesentlichen Schäden entkommen.

    Derzeit sei der Tanker auf dem Weg zu seinem Zielhafen in Singapur, hieß es. Zu dem Zeitpunkt des Überfalls befand sich die „NS Commander“ der Zeitschrift zufolge 130 Meilen vom russischen Kriegsschiff „Admiral Pantelejew“ entfernt, das am internationalen Einsatz gegen die Piraten im Golf von Aden teilnimmt.

    Die Piraterie vor der ostafrikanischen Küste hat im vergangenen Jahr enorm zugenommen. Nach UN-Angaben gab es 2008 insgesamt 120 Überfälle auf Frachtschiffe. Dabei erpressten die Piraten schätzungsweise 150 Millionen US-Dollar für gefangen genommene Geisel. Derzeit befinden sich mindestens 16 Schiffe und rund 270 Geiseln in ihrer Gewalt.

    Die Regierung in Somalia, die wegen dem seit 15 Jahren andauernden Bürgerkrieg nicht in der Lage ist, den Piraten das Handwerk zu legen, stimmte einem internationalen Waffengang zu. Derzeit patrouillieren Kriegsschiffe von 16 Staaten in der Region.

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