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    Vakzin gegen Schweinegrippe frühestens in sechs Monaten - MEHR

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    Schweinegrippe-Gefahr (72)
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    Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe, die in Mexiko bereits 152 Menschenleben gefordert hat, kann frühestens in einem halben Jahr hergestellt werden.

    MOSKAU, 28. April (RIA Novosti). Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe, die in Mexiko bereits 152 Menschenleben gefordert hat, kann frühestens in einem halben Jahr hergestellt werden.

    Das teilte Dmitri Lwow, Direktor des Forschungsinstituts für Virologie der Russischen Akademie der Wissenschaften, am Dienstag auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti mit. Nach seinen Worten arbeitet sein Institut an der Entwicklung des Vakzins.

    Solange es kein wirksames Mittel gegen das neuartige Virus gibt, empfiehlt der Forscher, sich mit den bereits existierenden Vakzinen gegen Grippe impfen zu lassen, weil diese auch Komponenten des H1N1 enthalten. „Diese Impfstoffe entsprechen natürlich nicht vollständig dem Stamm der Schweinegrippe, dennoch schützen sie offenbar vor dem Tod.“

    Auch sollte man immer virentötende Mittel wie Tamiflu in Griffnähe haben sowie Schutzmasken tragen und Orte großer Menschenansammlungen meiden, sagte Lwow. Er rechnet damit, dass die Schweingrippe bei einem pessimistischen Szenario bereits in wenigen Stunden Russland erreichen könne. „Es ist wohl unmöglich, die Einschleppung des Virus in unser Land zu verhindern…Wenn ein Erkrankter nur drei Stunden im Flugzeug fliegt, infiziert er alle Flugzeuginsassen.“

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Schweinegrippe von Mensch zu Mensch übertragbar und kann deshalb zur weltweiten Pandemie führen. In Mexiko hat das neuartige Virus H1N1 bereits 152 Menschen getötet. Mehr als 1500 befinden sich unter Verdacht im Krankenhaus. Außerdem wurden Erkrankungsfälle aus den USA, Kanada, Israel und Europa gemeldet.

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