08:59 24 August 2017
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    Schweinegrippe: Mai-Umzüge in Mexiko abgeblasen

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    MEXIKO-STADT, 28. April (RIA Novosti). Die Arbeiterkonföderation von Mexiko hat beschlossen, die traditionelle Demonstration am 1. Mai, dem Solidaritätstag aller Werktätigen, wegen der Schweinegrippe-Gefahr nicht durchzuführen.

    Die gefährliche Infektion hat in Mexiko nach den jüngsten Angaben bereits 152 Menschenleben gefordert, mehr als 1600 Patienten mit Symptomen der Schweinegrippe, die auch den Namen "Kalifornische Grippe" bekommen hat, befinden sich in Krankenhäusern des Landes.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und danach auch das mexikanische Kabinett haben am Montag die Eskalationsstufe der Pandemiegefahr von drei auf vier (von insgesamt sechs möglichen) erhöht.

    "Wir unterstützen den Beschluss der mexikanischen Regierung, alle Veranstaltungen mit Menschenansammlungen einzuschränken oder nach Möglichkeit abzublasen", teilt die Arbeiterkonföderation in ihrem Pressebericht mit.

    In der mexikanischen Hauptstadt werden gegenwärtig Vorbeugungsmaßnahmen von nie gekanntem Ausmaß getroffen. Bis zum 6. Mai sind Schul- und Hochschulferien angesagt. Ab Montag ist die Arbeit aller Gerichte und einiger städtischer Dienste eingestellt. Bibliotheken, Museen, Bars und Diskos sind auf eine unbestimmte Zeit geschlossen. Restaurants haben verkürzte Öffnungszeiten.

    Mexiko sieht jedoch nicht vor, die Grenzen zu schließen oder Einreisen zu begrenzen. Somit folgt das Land den WHO-Empfehlungen.

    In den USA wurde die Diagnose bei 45 Patienten bestätigt, in Kanada gibt es sechs Infizierte.

    In Europa wurde am Montag die Ansteckung mit der gefährlichen Krankheit bei zwei Schotten und einem Spanier registriert.

    In Russland wurde eine Regierungskommission gebildet, die ein Einschleppen des Virus ins Land verhindern soll.

    Die Chefin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, äußerte am Montag, dass der Ausbruch dieser Krankheit in Mexiko "ein Pandemiepotenzial" habe.

    Experten zufolge wird die Infektion von Mensch zu Mensch verbreitet. Bis heute sind keine Fälle der Verbreitung der Krankheit durch Schweinefleisch und Fleischerzeugnisse registriert. Trotzdem wurde die Kontrolle über die Einfuhr der Fleischprodukte in vielen Ländern verstärkt.

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