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    Amurtiger: WWF-Russland initiiert internationales Treffen zur Erhaltung der Art

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    WLADIWOSTOK, 25. Mai (RIA Novosti). Die Behörden der russischen Fernost-Region Primorje planen in Wladiwostok das erste internationale Treffen zu Problemen der Erhaltung der Population des Amurtigers. Das sagte der Sprecher der Administration am Montag zu RIA Novosti.

    Ihm zufolge soll das Treffen im zweiten Halbjahr 2010 stattfinden. Eingeladen werden führende Wissenschaftler und Politiker aus verschiedenen Ländern, darunter die Leiter von internationalen Umweltfonds. Bei dem Treffen sollen die neue russische Strategie zur Erhaltung der Population der vom Aussterben bedrohten Amurtiger und ein diesbezügliches Staatsprogramm vorgestellt werden.

    Laut der Zählung, die von russischen und US-amerikanischen Umweltexperten in den russischen Regionen Primorje und Chabarowsk vorgenommen worden war, gibt es noch mehr als 450 Exemplare dieser seltenen Tigerart im Süden des Fernen Ostens, ihrem einzigen Lebensraum in Russland.

    Der Amur- beziehungsweise Ussuri-Tiger, eines der seltensten Raubtiere, siedelt vorwiegend im russischen Fernen Osten, in China und Korea und ist in die Internationale Rote Liste gefährdeter Arten eingetragen. Die weltweite Population der Tiger, die vor 100 Jahren bis zu 100 000 Tiere zählte, ist heute auf 4000 gesunken.

    Die Initiative zur Durchführung des internationalen Treffens stammt von der russischen Zweigstelle des Weltfonds für Naturschutz (WWF), die der russischen Regierung Anfang Mai vorgeschlagen hatte, ein Treffen auf der Ebene der Regierungschefs der 13 Staaten durchzuführen, in denen es noch Amurtiger-Bestände gibt.

    Dem Direktor der russischen WWF-Zweigstelle, Igor Tschestin, zufolge ist Russland das einzige Land, wo der Bestand der Amurtiger nicht zurückgegangen ist. „Wir schlagen vor, das Treffen am letzten Sonntag im September 2010 durchzuführen, an dem in Primorje seit mehreren Jahren der ‚Tag des Tigers’ begangen wird, der inzwischen zu einem nationalen Fest geworden ist“, sagte Tschestin laut der Web-Seite der Umweltbehörde.

    Ungeachtet der Verbote der Jagd auf die Tiger und des Handels mit Produkten aus diesen Tieren und trotz der verstärkten Bekämpfung der Wilderei verringern sich die Tigerbestände weltweit immer mehr. In Indien ist die Tigerpopulation um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

    Zum internationalen Treffen zu Fragen der Erhaltung der Amurtiger sollen mehrere Maßnahmen, einschließlich der Schaffung eines russisch-chinesischen grenzüberschreitenden Naturschutzgebietes und der Ausweitung der Lebensräume der Tiger, beschlossen sowie ein gemeinsames Programm zur Vergrößerung der Tigerpopulation in den nordöstlichen Provinzen Chinas unter Teilnahme chinesischer Experten eingeleitet werden.

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