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    Entführungsfall André: Belenkaja aus der Haft entlassen

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    Die Russin Irina Belenkaja, die in Frankreich wegen Entführung der eigenen Tochter nach Russland angeklagt worden war, ist auf Beschluss französischer Justizbehörden aus der Haft entlassen worden und darf nach Russland reisen.

    AIX EN PROVENCE, 28. Mai (RIA Novosti). Die Russin Irina Belenkaja, die in Frankreich wegen Entführung der eigenen Tochter nach Russland angeklagt worden war, ist auf Beschluss französischer Justizbehörden aus der Haft entlassen worden und darf nach Russland reisen.

    Das teilte Staatsanwalt Olivier Rothé am Mittwochabend mit. Nach seinen Worten bleibt Belenkaja jedoch unter gerichtlicher Kontrolle. Der russische Anwalt Anatoli Kutscherena sagte seinerseits, dass Belenkaja bereits am Donnerstag ein Treffen mit ihrer dreijährigen Tochter Elise erlaubt werden könne.

    Belenkaja hatte nach der Scheidung von ihrem französischen Ehemann Jean-Michel André ihre gemeinsame Tochter gegen den Willen des Vaters aus Frankreich nach Russland mitgenommen, wo sie auf dem Gerichtswege die Vormundschaft über ihre Tochter durchsetzte. Zur gleichen Zeit wurde ihrem Ex-Mann von einem französischen Gericht das alleinige Sorgerecht für das Kind zuerkannt. Nach Angaben der russischen Staatsanwaltschaft hatte Vater Michel André im September 2008 als erster das Kind in Moskau aufgespürt und aus Russland entführt.

    Die französischen Behörden schrieben Belenkaja am 23. März über Interpol wegen Kidnappings zur Fahndung aus. Am 13. April wurden Irina und ihre Tochter von den ungarischen Behörden an der Grenze zur Ukraine festgenommen. Das Mädchen wurde kurz darauf dem Vater übergeben. Belenkaja kam in Ungarn vor Gericht, das ihre Überstellung nach Frankreich beschloss.

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