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    Vor Obamas Besuch: Russischen Studenten droht Abschiebung aus Kairo

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    Einigen russischen Studenten, die in Kairo in Haft gelandet sind, droht die Ausweisung. Ägyptische Medien bringen die Festnahme mit dem Besuch von Barack Obama in Verbindung.

    KIARO, 01. Juni (RIA Novosti). Einigen russischen Studenten, die in Kairo in Haft gelandet sind, droht die Ausweisung. Ägyptische Medien bringen die Festnahme mit dem Besuch von Barack Obama in Verbindung.

    „13 Personen sollen nach vorläufigen Angaben wegen verschiedener Verstöße gegen ägyptische Gesetze, darunter gegen Visa-Bestimmungen, abgeschoben werden“, sagte Baschir Malsagow, Chef der konsularischen Abteilung der russischen Botschaft in Ägypten, am Montag zu RIA Novosti.

    Die Abschiebeliste werde möglicherweise erweitert. Insgesamt seien 34 russische Staatsbürger festgenommen worden. Vor allem gehe es um Studenten der islamischen Al-Azhar-Universität, so Malsagow.

    Bis Montag wurden 15 der Festgenommenen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die aus Tschetschenien stammende Jachja Chalisajewa berichtete, sie habe einige Tage lang in einer Zelle verbracht, ohne offiziell angeschuldigt worden zu sein. Ihr Computer sei außerdem beschlagnahmt worden.

    Der Chef des russischen Studenten-Verbandes in Ägypten, Sejid-Emin Kuschulow, sagte, ausgerechnet Tschetschenen würden die größte Gruppe der Festgenommenen ausmachen. Aber auch Studenten aus Großbritannien, Dänemark, Frankreich, Tadschikistan und Usbekistan seien in der Nacht zum 27. Mai vorübergehend hinter Gittern gelandet.

    Die russische Botschaft in Kairo hatte vom ägyptischen Außenministerium in einer Note Erklärungen gefordert.

    Einige ägyptische Medien bringen diese Festnahmen mit dem für die laufende Woche angesetzten Kairo-Besuch von Barack Obama in Verbindung. Nach Informationen der Zeitung „Al-Shuruq“ sind die Geheimdienste im Vorfeld des Besuchs dabei, mögliche antiamerikanische Stimmungen unter Studenten zu ermitteln. Die zuständigen Behörden weisen diese Vorwürfe zurück.

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