21:10 19 September 2018
SNA Radio
    Panorama

    Moskauer Arzt verschuldet Tod eines Patienten durch vergessene Mullbinde

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 01
    MOSKAU, 01. Juni (RIA Novosti). In Moskau wird nach einem Chirurgen gefahndet, der vor 14 Jahren bei einer Herzoperation eine Mulbinde im Körper eines Patienten zurückgelassen hatte. Der Fremdkörper hatte zu einem chronischen Leiden und Anfang 2009 zum Tod des Patienten geführt.

    Das teilte der leitende Mitarbeiter der russischen Staatsanwaltschaft Anatoli Bagmet RIA Novosti am Montag mit.

    Ihm zufolge prüft das Untersuchungskomitee zurzeit die Todesumstände des Einwohners der Region Krasnojarsk.

    „Die Obduktion hat ergeben, dass der Tod des Mannes durch die Herzoperation verursacht wurde, die er im Jahre 1995 im Institut für Herz- und Gefäßchirurgie ‚Bakulew’ in Moskau durchgemacht hatte. Der Chirurg hatte bei dem Eingriff eine Mullbinde im Herzen des Patienten zurückgelassen“, sagte Bagmet.

    Laut einem Gutachten von Sachverständigen hatte sich bei dem Patienten nach der Operation eine chronische fibrinöse Perikardentzündung entwickelt.

    Der Patient hatte 18 Monate nach der Operation einen Mini-Herzinfarkt und zehn Jahre später einen Insult erlitten. Er starb im Januar 2009.

    Der Untersuchungsrichter sucht nach den Mitgliedern des Ärzteteams, das die Operation durchgeführt hatte.

    Laut Bagmet wird die Fahndung dadurch erschwert, dass die Archivmaterialien aus dem Jahr 1995 faktisch nicht erhalten geblieben sind.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren