03:58 19 Januar 2019
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    Russlands Geistliche freuen sich auf Religionsunterricht in den Schulen

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    MOSKAU, 21. Juli (RIA Novosti). Präsident Dmitri Medwedew hat dem Vorschlag zugestimmt, Religionsunterricht in den russischen Schulen einzuführen. Die Geistlichen begrüßen die Entscheidung.

    Zunächst sollte der neue Unterricht in 18 russischen Regionen als Experiment eingeführt werden, so Medwedew am Dienstag. Wenn es gute Resultate gebe, kämen auch alle anderen Regionen an die Reihe.

    Jeder Schüler habe voraussichtlich unter drei Unterrichtsoptionen zu wählen. Erstens könne er die Grundlagen einer konkreten Religion wie etwa Christentum oder Islam lernen. Zweitens sei ein allgemeiner Lehrgang über alle größten Religionen möglich. Drittens stünden Grundlagen der weltlichen Ethik zur Wahl.

    „Die Wahl, die den Schülern und ihren Eltern zusteht, muss absolut freiwillig sein“, so der russische Präsident.

    Bildungsminister Andrej Fursenko sagte, in der ersten Phase nähmen rund 12.000 Schulen voraussichtlich an dem Experiment teil. Der neue Unterricht solle sowohl für alle Religionen als auch für Atheisten akzeptabel sein.

    Die Initiative stieß bei den Geistlichen auf ein positives Echo. Oberpriester Wsewolod Tschaplin vom russisch-orthodoxen Synod sagte, dieses Modell werde offenbar allen gerecht und kröne eine lange Diskussion in der Gesellschaft. Arslan Sadrijew vom islamischen Mufti-Rat sagte: „Die russische Geschichte und Kultur sind mit dem geistlichen Leben untrennbar verbunden, die neue Generation muss auch etwas darüber wissen“. Russlands Hauptrabbiner Berl Lasar sagte, er sei dem Bildungsministerium dankbar.

    Medwedew stimmte auch der Präsenz von Seelsorgern in der Armee zu. Laut Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow wird es bereits bis Jahresende in den russischen Einheiten, die in GUS-Ländern stationiert sind, je einen Militärgeistlichen geben.

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