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    Russischer Nato-Botschafter: Haben „erschöpfende Angaben" über Arctic Sea

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    Russland hat erschöpfende Informationen über den Frachter „Arctic Sea", der seit mehr als zwei Wochen im Atlantik vermisst wird. Das sagte der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin am Samstag.

    MOSKAU, 16. August (RIA Novosti). Russland hat erschöpfende Informationen über den Frachter „Arctic Sea", der seit mehr als zwei Wochen im Atlantik vermisst wird. Das sagte der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin am Samstag.

    Nach seinen Worten läuft die Rettungsaktion auf „Hochtouren". Mehr dürfe er aber nicht sagen. „Das ist sehr ernsthaft. Es handelt sich um das Leben unserer Bürger", begründete Rogosin im Gespräch mit dem Nachrichtensender „Westi 24". Ihm zufolge wird Russland bei Bedarf andere Staaten um Hilfe bitten. Bislang sei es aber nicht nötig.

    Moskau unterhält laut Rogosin ständigen Datenaustausch mit der Nato. Alle neuen Informationen würden sofort an den Marinestab weitergeleitet. Zuvor hatte eine Quelle in Brüssel mitgeteilt, dass die Nato nicht an der Suche nach dem Frachter beteiligt sei.

    Die unter maltesischer Flagge fahrende „Arctic Sea" war mit 15 russischen Besatzungsmitgliedern und einer Fracht im Wert von fast zwei Millionen Dollar Ende Juli im Atlantik verschwunden, als sie von Finnland nach Algerien unterwegs war. Seitdem ist der Verbleib des fast 100 Meter langen Schiffes unbekannt. Es wurde über seine Entführung spekuliert.

    Die Onlineausgabe der Financial Times Deutschland berichtete zuvor am Freitag unter Berufung auf „zwei voneinander unabhängige Quellen", der verschollene Frachter sei in den frühen Morgenstunden in der Umgebung der Kapverdischen Inseln geortet worden. Daraufhin schickte Russland ein Kriegsschiff in die Region. Später bestätigte der Küstenschutz des Inselstaates Kap Verde, dass der verschollene Frachter sich rund 400 Seemeilen von der kapverdischen Küste befinde. Die Agentur AFP meldete indes, dass die betroffene finnische Reederei Solchart eine Lösegeld-Forderung erhalten habe.

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew beauftragte Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow, bei Bedarf alle notwendigen Maßnahmen zur Befeihung des Schiffes zu ergreifen.

    Fotoreihe: Präsident Medwedew auf Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" 

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