06:00 21 Januar 2018
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    Angeklagter Unternehmer Tschitschwarkin will kein Asyl in London

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    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Während der in Russland angeklagte Ex-Miteigner der Handyshopkette „Evroset“, Jewgeni Tschitschwarkin, auf Asylantrag in London vorerst verzichtet, geht sein mutmaßlicher Komplize auf einen „Deal“ mit der Justiz ein.

    Im Moment plane er keinen Asylantrag, sagte der in London lebende Tschitschwarkin in einem Interview für die Donnerstagausgabe der Zeitung „Kommersant“.

    Im Hinblick auf die russische Auslieferungsforderung hieß es: „Darüber wird ein britisches Gericht entscheiden. Ich werde aber weiter meine Unschuld beweisen“.

    Wie Tschitschwarkins Anwalt Juri Gerwis unterdessen zu RIA Novosti sagte, ging ein weiterer Angeklagter im Fall Evroset auf einen „Justiz-Deal“ ein. Er habe gegen weitere Verdächtige ausgesagt, damit man ihm im Gegenzug die Strafe mildere. Was diese Aussage beinhalte, sei noch nicht bekannt gegeben worden, so der Anwalt.

    Tschitschwarkin und seinen mutmaßlichen Komplizen wird in Russland vorgeworfen, einen unter Diebstahlverdacht stehenden Spediteur seiner Firma gekidnappt und erpresst zu haben. Im März war Tschitschwarkin auf Antrag Moskaus auf die internationale Fahndungsliste gesetzt worden.