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    Hermitage-Chef und Jurist sollen Gazprom-Aktien manipuliert haben

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    Der kürzlich in U-Haft gestorbene Jurist des Hedgefonds Hermitage Capital, Sergej Magnitski, und dessen CEO William Browder haben nach Angaben der russischen Justiz mit dem Verkauf von Gazprom-Aktien ins Ausland Manipulationen abgewickelt.

    MOSKAU, 25. November (RIA Novosti). Der kürzlich in U-Haft gestorbene Jurist des Hedgefonds Hermitage Capital, Sergej Magnitski, und dessen CEO William Browder haben nach Angaben der russischen Justiz mit dem Verkauf von Gazprom-Aktien ins Ausland Manipulationen abgewickelt.

    In der russischen Teilrepublik Kalmykien seien von 1996 bis 1998 zwei Firmen gegründet worden, deren Aufgabe einzig darin bestanden habe, Aktien des russischen Energieriesen Gazprom zu kaufen. Der faktische Begründer dieser Firmen sei Hermitage Capital gewesen, sagte Irina Dudukina, Sprecherin des Innenministeriums, am Mittwoch.

    Zwei Prozent der Gazprom-Aktien seien auf diese Weise trotz der geltenden Restriktionen ins Ausland verkauft worden, hieß es.

    Der damalige Chef der Moskauer Hermitage-Filiale, William Browder, habe diese und weitere Firmen geleitet, sagte Dudukina und bekräftigte den Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen Browder und Magnitski. Durch ihre Steueraffären sei ein Gesamtschaden von umgerechnet mehr als 80 Millionen Euro entstanden.

    „Das sind Steuerdelikte ohne politischen Hintergrund“, betonte Dudukina.

    Der britische Hedgefonds hatte zuvor alle Vorwürfe zurückgewiesen.

    Der Fall machte insbesondere Schlagzeilen, nachdem der 37-jährige Magnitski am 16. November in der Moskauer U-Haft gestorben war. Nach Angaben der russischen Staatsanwaltschaft war Herzversagen die Todesursache. Magnitskis Anwalt Dmitri Charitonow sagte aber RIA Novosti, sein Mandant hätte wegen einer schweren Bauchspeicheldrüse-Erkrankung gar nicht in U-Haft genommen werden dürfen.

    Dudukina sagte nun in diesem Zusammenhang, Magnitski habe keine Gesundheitsbeschwerden gehabt und seine Anwälte hätten keine entsprechenden Freilassungs-Anträge gestellt.

    Präsident Dmitri Medwedew beauftragte am Dienstag die russische Justiz mit einer Untersuchung. Der Untersuchungsausschuss bei der Staatsanwaltschaft leitete am selben Tag ein Ermittlungsverfahren ein.

    Browder befindet sich seit 2005 außerhalb Russlands.

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