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    Siemens-Hochgeschwindigkeitszug auf Jungfernfahrt nach St. Petersburg

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    Der neuartige Siemens-Hochgeschwindigkeitszug der Serie Velaro RUS ist am Donnerstag zu seiner Jungfernfahrt von Moskau nach St. Petersburg aufgebrochen.

    MOSKAU, 17. Dezember (RIA Novosti). Der neuartige Siemens-Hochgeschwindigkeitszug der Serie Velaro RUS ist am Donnerstag zu seiner Jungfernfahrt von Moskau nach St. Petersburg aufgebrochen.

    Der "Sapsan" (Wanderfalke) getaufte Zug soll drei Mal pro Tag auf der 650 langen Strecke zwischen den beiden größten Städten Russlands verkehren. Die Abfahrtzeiten in Moskau und St. Petersburg sind 06.45, 13.00 und 19.00 Uhr. Mit durchschnittlich 250 Stundenkilometern ist das der bislang schnellste Zug in Russland. Die Fahrt dauert drei Stunden und 45 Minuten, 45 Minuten schneller als beim "Newa-Express". Der "Sapsan" hat 604 Sitze.

    Eine Hinfahrt kostet je nach Wattonklasse zwischen 3300 und 5300 Rubel (120,8 Euro). Künftig sollen Züge dieser Art auch auf der Strecke zwischen Moskau und der Wolga-Stadt Nischni Nowgorod fahren.

    Nach einem mit der staatlichen russischen Eisenbahn RZD geschlossenen Vertrag soll Siemens bis 2010 acht derartige Züge im Wert von 276 Millionen Euro liefern. Zudem wird Siemens die "Sapsan"-Züge nach einem anderen Vertrag über 354 Millionen Euro im Laufe von 30 Jahren technisch warten.

    Seine erste "inoffizielle" Jungfernfahrt hatte der "Sapsan" vor drei Wochen absolviert, um den am 27. November von Terroristen gesprengten "Newa-Express" zu evakuieren. Damals kamen 26 Menschen ums Leben, fast 100 wurden verletzt. Ein Teil der Verletzten sowie die anderen Passagiere des "Newa-Express" wurden mit dem "Sapsan" nach St. Petersburg gebracht. Das Personal vergab kostenlos alle im Zugrestaurant vorhandenen Alkoholgetränke an die Passagiere, damit sie ihren Stress schneller loswerden.

    Für den "Sapsan" ist die Strecke vorgesehen, die bislang vom "Newa-Express" befahren wurde. Der "Newa-Express" wird auf ein anderes Gleis umgestellt und etwas langsamer fahren, weil dieses nicht für derart hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist.

    Beim Velaro RUS handelt es sich um eine an russische Verhältnisse angepasste Modifikation. Der "russische" Velaro-Zug hat eine 33 Zentimeter breitere Spur und soll auch bei Temperaturen bis zu 40 Grad minus einsatzfähig bleiben. An den Erprobungen des Zuges in Russland hatten vom 15. März bis 15. Oktober dieses Jahres Vertreter russischer Forschungsinstitute sowie Experten von Siemens und des Münchner Bremsspezialisten Knorr-Bremse AG teilgenommen.

    Fotoriehe: Sapsan: Der russische ICE 3