20:53 15 November 2018
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    Litauer nehmen in Silvesternacht Abschied vom AKW Ignalina

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    Die Einwohner des litauischen Ortes Visaginas, wo sich das Atomkraftwerk Ignalina befindet, werden in den ersten Minuten des neuen Jahres den Abschied von dem AKW bei einer von den Kommunalbehörden initiierten Aktion miterleben und einhundert Lampions in den Himmel steigen sehen.

    VILNIUS, 31. Dezember (RIA Novosti). Die Einwohner des litauischen Ortes Visaginas, wo sich das Atomkraftwerk Ignalina befindet, werden in den ersten Minuten des neuen Jahres den Abschied von dem AKW bei einer von den Kommunalbehörden initiierten Aktion miterleben und einhundert Lampions in den Himmel steigen sehen.

    Der zweite Energieblock des litauischen Atomkraftwerkes Ignalina, das 75 Prozent des Energiebedarfs des Landes deckt, wird entsprechend Litauens Verpflichtung gegenüber der EU um 22.00 Uhr MEZ stillgelegt.

    Die Ortsbehörde hat die Einwohner der Kleinstadt Visaginas (160 Kilometer nordöstlich von Vilnius) eingeladen, sich der Aktion "Hoffnungslaternen" anzuschließen, die zu diesem Ereignis anberaumt ist, und in der Silvesternacht kurz nach zwölf einhundert Lampions in den Himmel steigen zu lassen. Um diese Zeit soll die Beleuchtung des Weihnachtsbaums auf dem Hauptplatz der Kleinstadt abgeschaltet werden.

    Die Lampions sollen Hoffnung und eine sichere und helle Zukunft im Alltag versinnbildlichen.

    Wie es in einem Pressebericht der Kommunalbehörde von Visaginas heißt, werden die Strompreise in Litauen nach der Schließung des AKW Ignalina am 31. Dezember ansteigen, die Nachfolgen der Stillegung sollen alle Einwohner Litauens und insbesondere von Visaginas während der Wirtschaftskrise schmerzhaft zu spüren bekommen.

    Heute komme es darauf an, möglichst bald den Bau eines neuen Atomkraftwerkes aufzunehmen, das Litauen billigen Strom und die Erhaltung seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit sichere.

    Der erste Block des Atomkraftwerks, in dem RBMK-Reaktoren aus sowjetischer Produktion betrieben werden, war Ende 2004 abgeschaltet worden.

    Die Gesamtkosten für die Demontage des Atomkraftwerkes Ignalina werden dem Energieminister der Republik, Arvydas Sekmokas, zufolge auf rund 2,32 Milliarden Euro geschätzt.

     

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