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    Französisch-jüdische Studenten empört über Heroisierung von Stepan Bandera in Ukraine

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    Der Erlass des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko über die Verleihung des Ehrentitels „Held der Ukraine“ an den ukrainischen Nationalistenführer Stepan Bandera hat den Französischen Verband jüdischer Studenten (UEJF) schockiert, teilte die Webseite dieser Organisation am Montag mit.

    MOSKAU, 01. Februar (RIA Novosti). Der Erlass des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko über die Verleihung des Ehrentitels „Held der Ukraine“ an den ukrainischen Nationalistenführer Stepan Bandera hat den Französischen Verband jüdischer Studenten (UEJF) schockiert, teilte die Webseite dieser Organisation am Montag mit.

    Der Beschluss von Präsident Juschtschenko wurde im Vorfeld des Internationalen Gedenktages für die Holocaust-Opfer, zum 65. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz - der größten „Vernichtungsfabrik“ in der Geschichte der Menschheit - durch die sowjetischen Truppen veröffentlicht.

    Juschtschenko hatte am 22. Januar die Verleihung des Heldentitels post mortem an Bandera bekannt gegeben. Dieser hatte die Aufstellung der Ukrainischen Aufständischen Armee initiiert, die im Zweiten Weltkrieg gegen die sowjetischen Truppen kämpfte.

    „Präsident Juschtschenko, der Bandera zum Helden erklärt hat, will dadurch die Menschen vergessen lassen, dass mehr als eine Million Juden während des Krieges in der Ukraine vernichtet worden waren. Es ist notwendig, dass dieses Land (Ukraine) endlich seine Vergangenheit anerkennt und sich von keinen Aufrufen von Nationalisten beeinflussen lässt“, sagte der Präsident des Französischen Verbandes jüdischer Studenten, Arielle Schwab.

    Auch ukrainische Politiker hatten zuvor ihre Ablehnung gegen diesen Schritt des Präsidenten geäußert. Laut dem ehemaligen Präsidentenkandidaten Sergej Tigipko spaltet Juschtschenkos Erlass die ukrainische Gesellschaft.

    Die einflussreiche jüdische Menschenrechtsorganisation Simon-Wiesenthal-Zentrum hat die Ehrung von Stepan Bandera, den sie als Nazi-Kollaborateur bezeichnete, verurteilt.

    Bandera hatte im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis zusammengearbeitet und ihnen bei der Aufstellung der SS-Bataillone geholfen.

    Den Bandera-Leuten werden Terroraktivitäten in der Westukraine angelastet.

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