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    90 Jahre russisch-estnischer Friedensvertrag - Festveranstaltungen in Tartu

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    Estland begeht am Dienstag den 90. Jahrestag des Friedensvertrages von Tartu, der an diesem Tag 1920 mit Sowjetrussland geschlossen wurde.

    TALLINN, 02. Februar (RIA Novosti). Estland begeht am Dienstag den 90. Jahrestag des Friedensvertrages von Tartu, der an diesem Tag 1920 mit Sowjetrussland geschlossen wurde.

    Während des Krieges von 1918-1920 hatte Estland, das früher Teil des Zaristischen Russland war, gegen die sowjetische Rote Armee sowie gegen die Baltische Landeswehr gekämpft. Letztere bestand größtenteils aus Ostseedeutschen und Soldaten und Offizieren aus Deutschland, das zu diesem Zeitpunkt eine Niederlage im ersten Weltkrieg erlitten hatte.

    Neben den Esten hatten auch Einheiten der russischen Weißgardisten sowie finnische, schwedische und dänische Freiwilligen mit Unterstützung der britischen Flotte gegen die Rote Armee gekämpft.

    Obwohl offiziell kein Krieg zwischen Sowjetrussland und Estland geführt worden war, wurden die regulären Armeen beider Staaten bei den Kampfhandlungen eingesetzt.

    Am 2. Februar 1920 wurde im estnischen Tartu der Friedensvertrag unterzeichnet, nach dem Sowjetrussland die Unabhängigkeit Estlands anerkannt hatte. Laut dem Vertrag wurden der Rayon Petschory und Land am Fluss Narwa der Republik Estland einverleibt.

    Am 90. Unterzeichnungstag des Friedensvertrages wird landesweit die Staatsflagge gehisst. In Tartu sind Festveranstaltungen geplant.

    Am Platz vor dem Haus, wo vor 90 Jahren die Unterzeichnungszeremonie stattgefunden hatte, wird ein Denkmal für Jaan Poska eingeweiht, der die estnische Delegation bei den Verhandlungen mit Sowjetrussland geleitet hatte.

    Die estnischen Behörden betrachten den Friedensvertrag als ein Grundlagendokument, das unter anderem die Souveränität Estlands bestätigt.

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