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    Akademiemitglied Welichow - Gründer der Kernfusion-Forschung wird 75

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    Dank diesem Mann setzt sich die Menschheit mit dem Problem der Kernfusion auseinander: Akademiemitglied Jewgeni Welichow wurde am heutigen Dienstag 75.

    MOSKAU, 02. Februar (RIA Novosti). Dank diesem Mann setzt sich die Menschheit mit dem Problem der Kernfusion auseinander: Akademiemitglied Jewgeni Welichow wurde am heutigen Dienstag 75.

    Nach Ansicht von Michail Kowaltschuk, Generaldirektor des Kurtschatow-Energieforschungsinstituts, lässt sich Welichows Beitrag zur thermonuklearen Energetik nicht hoch genug schätzen. "Er hat alles dafür getan, dass das Projekt ITER (der experimentelle Kernfusionsreaktor) zu einem der wichtigsten Projekte wurde und zu einem der ersten Projekte, das die Industrieländer mit Hinblick auf die Zukunft unserer Zivilisation zu entwickeln begannen", sagte der Wissenschaftler in einem RIA-Novosti-Interview.

    Kowaltschuk verwies darauf, dass dem Kernfusionsreaktor, an dem momentan in Frankreich gebaut wird, das TOKAMAK-Prinzip zu Grunde liegt, das im Kurtschatow-Institut entwickelt wurde.

    Groß sei auch Welichows Beitrag zur Entwicklung der Telekommunikationstechnologien in Russland. Auf seine Initiative seien in den 80-er Jahren mehrere Institute entstanden, die sich mit dieser Problematik beschäftigen. "Der erste russische Internet-Provider wurde auf der Basis des Kurtschatow-Instituts gegründet", so Kowaltschuk.

    Wladimir Pantschenko, Direktor des zum Kurtschatow-Institut gehörenden Instituts für Molekularphysik, verwies darauf, dass "sich Welichow in seinen jungen Jahren als ein brillianter Theoretiker auf dem Gebiet der Plasma-Physik bewährt hat". "Seine Forschungen bildeten die Grundlage für die Herstellung von hochleistungsfähigen Laseranlagen. Daraus entstand später die Lastertechnologie für die Entwicklung der modernen Telekommunikation und der medizinischen Ausrüstungen. Unter seiner Leitung wurden die weltgrößten Gaslaser gebaut."

    "Dieser Mensch ist ein echter Titan der Forschung, ein Genie mit einem hervorragenden Riecher für das, was heute aktuell ist und wohin alle Länder morgen riesige Mittel investieren werden", betonte der Wissenschaftler.

    Welichow ist Ehrenprofessor mehrerer Universitäten in den USA sowie der Universitäten London und Dresden.

    Am Dienstag gratulierten Präsident Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin dem Wissenschaftler zum Geburtstag und würdigten unter anderem sein aktives gesellschaftliches Engagement und seinen Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft.

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