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    Spionageskandal: Russischer Geheimdienstler in Ukraine gefasst

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    Zwischen Kiew und Moskau zeichnet sich ein Eklat ab: Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben einen "russischen Spionagering" entlarvt. Dessen Mitglieder sollen versucht haben, einem ukrainischen Staatsbürger Geheiminformationen abzupressen.

    KIEW, 02. Februar (RIA Novosti). Zwischen Kiew und Moskau zeichnet sich ein Eklat ab: Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben einen "russischen Spionagering" entlarvt. Dessen Mitglieder sollen versucht haben, einem ukrainischen Staatsbürger Geheiminformationen abzupressen.

    Wie SBU-Chef Valentin Naliwajtschenko auf einer Pressekonferenz mitteilte, wurde der mutmaßliche Chef der Gruppe, ein gewisser Wladimir Alexandrow, Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, festgenommen.

    Fünf weitere "Spione" seien aus der Ukraine abgeschoben worden. Bei ihrer Durchsuchung seien Spionageausrüstung sowie 2 000 US-Dollar sichergestellt worden. Die Spione sollen in der nicht anerkannten Republik Transnistrien einen ukrainischen Bürger angeworben und durch Drohungen zur Zusammenarbeit gezwungen haben.

    Der russische Geheimdienst FSB bestätigte die Festnahme ihres Mitarbeiters in der Ukraine. Auch bestätigte er die Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Informanten Ruslan Pilipenko, der nach russischen Angaben Mitarbeiter der ukrainischen Militäraufklärung ist und seit 2006 auf der Jagd nach russischen Militärgeheimnissen war.

    Wie das Presseamt des FSB mitteilte, war Pilipenko im Oktober vergangenen Jahres auf dem Gelände einer russischen Militäranlage in transnistrischen Hauptstadt Tiraspol gefasst. Bei ihm seien ein Fotoapparat und Kopien von Geheimdokumenten gefunden worden.

    Der Ukrainer habe sich schuldig bekannt und bereit erklärt, andere ukrainische Agenten, die gegen Russland spionieren, preiszugeben. Dem FSB zufolge wurden gegen Pilipenko weder Gewalt noch Drohungen angewandt. Pilipenko sei freigelassen worden und habe am 27. Januar einen Termin mit dem FSB vereinbart, um neue Informationen zu übergeben.

    "Es ist erstaunlich, dass der SBU den Vorfall bekannt machte", heißt es in einem Kommentar des russischen Geheimdienstes. Normalerweise würden derartige Zwischenfälle von zuständigen Diensten "intern" geklärt.

    Der FSB verwies darauf, dass im März 2009 in Moskau ein ukrainischer Spion festgenommen worden sei. Obwohl es gegen ihn hieb- und stichfeste Schuldbeweise gegeben habe, sei der Ukrainer aus Russland ausgewiesen worden, ohne öffentliches Aufsehen zu erregen.

     

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