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    USA wollen Rauschgiftplantagen in Afghanistan mit Chemikalien vernichten

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    MOSKAU, 04. Februar. Dem Chef des Amtes für Drogenkontrolle der Obama-Administration, Gil Kerlikowske, zufolge schließen die USA die Möglichkeit der Vernichtung der Rauschgiftplantagen in Afghanistan unter Einsatz von Chemikalien nicht aus.

    MOSKAU, 04. Februar (RIA Novosti). Dem Chef des Amtes für Drogenkontrolle der Obama-Administration, Gil Kerlikowske, zufolge schließen die USA die Möglichkeit der Vernichtung der Rauschgiftplantagen in Afghanistan unter Einsatz von Chemikalien nicht aus.

    „Meiner Meinung nach ist das Vernichten der Saaten mit Chemikalien eines der effektivsten Verfahren. Also kann mit einer Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der USA und Afghanistans bei der Vernichtung der Saaten von Rauschgiftpflanzen gerechnet werden… Die Entwicklung dieser Zusammenarbeit soll ein gutes Ergebnis bringen“, sagte Kerlikowske nach der ersten Sitzung der russisch-amerikanischen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels in Moskau.

    Wie der Chef der russischen Drogenkontrollbehörde, Viktor Iwanow, früher geäußert hatte, sind die Handlungen der Mitgliedsländer der Anti-Terror-Koalition zur Vernichtung der Schlafmohnplantagen in Afghanistan uneffektiv. Ihm zufolge müssen zu diesem Zweck Chemikalien eingesetzt werden. Die USA und andere Länder hätten den Schlafmohn acht Jahre lang mit uneffektiven Verfahren - „manuell, unter Einsatz von Pflügen und Traktoren“ - bekämpft, so Iwanow.

    Nach Angaben der russischen Drogenkontrollbehörde sind die Schlafmohnerträge in Afghanistan seit dem Einmarsch der USA und der Nato in dieses Land auf mehr als das 40-fache gestiegen. In den Provinzen, wo die Truppen der Koalition stationiert sind, werden 92 Prozent des Heroins und Opiums hergestellt. Im Jahr 2008 sind weltweit mehr als 100 000 Menschen an den Folgen des Konsums von afghanischem Heroin gestorben.

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