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    Anhaltende Dürre in Venezuela - Weltweit höchster Wasserfall versandet

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    Eine nie da gewesene Dürre hat den weltweit höchsten Wasserfall Angel im Nationalpark Canaima im Süden Venezuelas faktisch in einen Bach verwandelt.

    MOSKAU, 10. März (RIA Novosti). Eine nie da gewesene Dürre hat den weltweit höchsten Wasserfall Angel im Nationalpark Canaima im Süden Venezuelas faktisch in einen Bach verwandelt.

    Das teilte die venezolanische Zeitung Universal am Dienstag mit.

    Laut dem Mitarbeiter des Nationalparks Joel Bernal ist die Zeit von Dezember bis März die trockenste Saison in Venezuela, der Wasserfall wird in der Zeit immer schmaler. Doch so etwas habe es noch nie gegeben.

    Seit Dezember 2009 sei unter dem Einfluss des Klimaphänomens El Nino noch kein Regentropfen auf den Felsen Auyantepui gefallen, wo der Wasserfall anfängt.

    Die Dürre, die der venezolanische Präsident Hugo Chavez als die schlimmste seit 100 Jahren bezeichnet hatte, ließ fast alle Flüsse rund um den Wasserfall versanden. So ist der Fluss Churun, auf dem bisher Touristengruppen zu Angel gebracht wurden, nicht mehr schiffbar. Nun können Führungsgruppen nur von Bord eines Hubschraubers den Wasserfall bewundern.

    Der rund 980 Meter hohe Wasserfall wurde in den 1930er Jahren berühmt, als der US-amerikanische Pilot Jimmy Angel nach mehreren Überflügen in seiner Umgebung auf dem Felsen notgelandet war. Der Flieger musste sich zusammen mit drei Fluggefährten elf Tage lang durch den Dschungel durcharbeiten, um ein bewohntes Gebiet zu erreichen.

    Im Jahre 1994 wurde das Gewässer in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Auf Beschluss des venezolanischen Präsidenten erhielt der Wasserfall Ende Dezember 2009 wieder seinen alten indianischen Namen Churun meru.

    Die durch El Nino beeinflusste niederschlagsarme Regensaison von Mai bis November 2009 hat im Land eine schwere Energiekrise ausgelöst. Der Wasserstand im Stausee des Wasserkraftwerkes Guri im Departement Bolivar, das 73 Prozent der Stromerzeugung im Land bestreitet, ist um zehn Meter gesunken. Anfang Februar 2010 wurde in Venezuela auf Präsidentenbeschluss der Energienotstand ausgerufen.

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