16:12 23 November 2017
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    Sorgerechtsdrama in Finnland nimmt gutes Ende - Minderjähriger bleibt bei Eltern

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    Der siebenjährige Robert Rantala, der vor sechs Wochen vom Jugendamt der finnischen Stadt Turku seinen Eltern weggenommen, in einem Kinderheim untergebracht worden und von dort geflohen war, darf nun doch bei seinen Eltern bleiben.

    MOSKAU, 18. März (RIA Novosti). Der siebenjährige Robert Rantala, der vor sechs Wochen vom Jugendamt der finnischen Stadt Turku seinen Eltern weggenommen, in einem Kinderheim untergebracht worden und von dort geflohen war, darf nun doch bei seinen Eltern bleiben.

    Diese Entscheidung wurde von der finnischen Sozialschutzbehörde getroffen. Die Eltern sollen nun allerdings ein Dokument unterzeichnen, in dem punktweise die Regeln für die Erziehung des Kindes formuliert sind.

    Der Junge war Anfang Februar in ein Kinderheim eingewiesen worden, nachdem er in der Schule erzählt haben soll, seine Mutter hätte ihm „einen Klaps gegeben“ und wolle mit ihm vielleicht nach Russland reisen.

    Das Jugendamt nahm der russischen Bürgerin Inga Rantala und ihrem finnischen Ehemann Veli-Pekki Rantala den Sohn weg und reichte bei Gericht Klage auf Entzug des Sorgerechts der Eltern ein.

    Das Problem wurde auf der Ebene der Außenminister von Russland und Finnland behandelt, die die Kinderrechtsbeauftragen beider Länder mit der Klärung des Problems beauftragten.

    Robert kehrte am vergangenen Montag nach Schulschluss nicht in das Kinderheim zurück, sondern flüchtete nach Hause, was die Situation zunächst noch mehr verkomplizierte. Jetzt aber scheint die Sache in eine friedliche Bahn gelenkt zu sein.

    „Die Sozialschutzorgane haben ihre Entscheidung über den weiteren Verbleib Roberts im Kinderheim aufgehoben. Robert bleibt zu Hause. Das ist ein offizieller Beschluss, der von niemandem aufgehoben werden kann“, sagte der russische Kinderrechtsbeauftragte Pawel Astachow der Agentur RIA Novosti.

    Ihm zufolge wird das eingeschränkte Sorgerecht von Roberts Vater wieder hergestellt. Die Eltern würden nicht gerichtlich verfolgt - unter der Voraussetzung, dass sie den „glücklichen Lebensplan“ befolgen.

    „Es handelt sich um einen Plan zur sozialen Rehabilitation, der zum Ziel hat, die Interessen Roberts und seiner Familie aufs Beste zu sichern“, sagte der russische Ombudsman.

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