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    Skandal um Polizeifotos: Gaddafi will kein Geld von Genf

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    Der Sohn des libyschen Staatschefs, Hannibal Gaddafi, will kein Geld als Entschädigung für die Veröffentlichung seiner Polizeifotos, die im September 2009 von der Zeitung "Tribune de Geneve" abgedruckt wurden.

    MOSKAU, 19. März (RIA Novosti). Der Sohn des libyschen Staatschefs, Hannibal Gaddafi, will kein Geld als Entschädigung für die Veröffentlichung seiner Polizeifotos, die im September 2009 von der Zeitung "Tribune de Geneve" abgedruckt wurden.

    Das berichtete die schweizerische Zeitung "Tribune de Geneve" am Freitag.

    "Ich will keine finanzielle Entschädigung, das wird die Gerechtigkeit nicht wiederherstellen", sagte Gaddafi.

    Er und seine Ehefrau fordern der Agentur AFP zufolge ein internationales Schiedsgericht, das seine Unschuld beweisen soll.

    Der schweizerische Kanton Genf gab am Mittwoch bekannt, dass er bereit sei, dem libyschen Präsidentensohn eine Entschädigung für die Veröffentlichung seiner Polizeifotos zu zahlen.

    Gaddafi hatte im vergangenen Dezember eine Zivilklage wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte eingereicht. Die veröffentlichten Bilder sollen seinem Ruf geschadet haben. Er sagte aus, dass die Verwaltung des Kantons in die Veröffentlichung der Fotos verwickelt gewesen sei.

    Der Skandal zwischen der Schweiz und Libyen brach aus, nachdem im Juli 2008 Gaddafi und seine Ehefrau in einem Genfer Luxushotel wegen Misshandlung von zwei Bediensteten des Hotels verhaftet worden waren.

    An der Aktion nahmen zwei Dutzend Polizisten teil, Gaddafi wurden dabei Handschellen angelegt. Gaddafi verbrachte zwei Tage in Haft, während seine Frau in einem Krankenhaus untergebracht wurde. Danach wurden sie gegen Kaution freigelassen.

     

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