06:52 25 November 2017
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    Google leitet Suchanfragen nach Hongkong um - Peking erbost

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    Peking zeigt sich empört über das Vorgehen des US-Internetkonzerns Google, der die Suchanfragen aus China auf einen Server in Honghong umleitet, wo die Inhalte nicht gefiltert werden, meldetet die Agentur Xinhua am Dienstag.

    MOSKAU, 23. März (RIA Novosti). Peking zeigt sich empört über das Vorgehen des US-Internetkonzerns Google, der die Suchanfragen aus China auf einen Server in Honghong umleitet, wo die Inhalte nicht gefiltert werden, meldetet die Agentur Xinhua am Dienstag.

    Die Besucher der Website google.cn werden nun auf die Seite google.com.hk umgeleitet. Bisher sollte Google die staatskritischen Suchergebnisse herausfiltern. Die Umleitung nach Hongkong schaltete der Internetriese wegen Differenzen mit der chinesischen Regierung, die alle Inhalte unter Kontrolle halten wollte. Die chinesische Zensurmaschine hatte oft einige Webangebote vollständig geblockt. Betroffen waren Blogger, Youtube und Facebook.

    Die chinesische Regierung bezeichnete den Stopp der Zensur als "total falsch" und warf dem Internetkonzern Politisierung geschäftlicher Angelegenheiten vor.

    "Mit seinem Verzicht auf die Zensur hat der Konzern Google sein schriftliches Versprechen gebrochen, das er abgegeben hat, als er auf den chinesischen Markt wollte", zitiert Xinhua einen Sprecher des staatlichen Informationsrates.

    Google zufolge ist die Tätigkeit des Konzerns und der Verkauf seiner Produkte in China davon abhängig, inwieweit der Server in Honghong vom Festland erreichbar ist.

     

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