06:38 22 November 2017
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    Terrorakte in Moskauer Metro dürfen nicht zu Anlass für Fremdenhass werden - Kirchensprecher

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    Explosionen in Moskauer U-Bahn (73)
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    Die jüngsten Terrorakte in der Moskauer Metro dürfen keine Zunahme des Misstrauens zwischen den Angehörigen verschiedener Religionen und Nationalitäten auslösen. Das sagte der Sprecher des Moskauer Patriarchates Wladimir Legoida am Montag in einem Live-Interview für den Radiosender „Majak“.

    MOSKAU, 29. März (RIA Novosti). Die jüngsten Terrorakte in der Moskauer Metro dürfen keine Zunahme des Misstrauens zwischen den Angehörigen verschiedener Religionen und Nationalitäten auslösen. Das sagte der Sprecher des Moskauer Patriarchates Wladimir Legoida am Montag in einem Live-Interview für den Radiosender „Majak“.

    „Wir dürfen unsere Wut und unsere Emotionen nicht gegen die Andersgläubigen und die Angehörigen anderer Nationalitäten richten. Hierbei geht es darum, den Kopf nicht zu verlieren“, sagte Legoida.

    Ihm zufolge haben die Täter „die menschlichen und die Göttlichen Gesetze“ verletzt. Laut dem Kirchensprecher sind echte Gläubige nicht dazu fähig.

    Der Sprecher nahm Bezug auf die Worte von Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland, der am Montag das Volk aufgerufen hat, gegen Terrorakte geschlossen vorzugehen und „einen harten Willen an den Tag zu legen, um den Terroristen und denjenigen, die sie unterstützen, finanzieren oder rechtfertigen, Einhalt zu gebieten“.

    Am Montagmorgen hatten zwei Selbstmordterroristinnen in den U-Bahnstationen Lubjanka und Park Kultury mit Sprengstoffexplosionen 38 Menschen mit in den Tod gerissen. 64 Menschen wurden verletzt. Die Behörden vermuten Extremisten aus dem Nordkaukasus dahinter.

    Doppelanschlag in der Moskauer Metro. INFOgraphiken

    Fotoreihe: Explosion in der Moskauer U-Bahn

    Fotoreihe: Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen nach Terroranschlägen in der Moskauer U-Bahn

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