04:44 24 November 2017
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    Thailand: Separatisten greifen Zivilisten an - neun Tote

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    Separatisten im äußersten Süden von Thailand haben am Freitagmorgen im Raum von Bacho, Provinz Narathwat, insgesamt neun Zivilisten getötet und neun verletzt, berichten einheimische Medien.

    BANGKOK, 02. April (RIA Novosti). Separatisten im äußersten Süden von Thailand haben am Freitagmorgen im Raum von Bacho, Provinz Narathwat, insgesamt neun Zivilisten getötet und neun verletzt, berichten einheimische Medien.

    Die ersten Opfern waren sechs Jäger, die aus dem Hinterhalt beschossen wurden. Sie hatten im Wald ein Wildschwein erlegt und waren in ihrem Pick-Up unterwegs.

    Wie die Zeitung Bangkok Post in ihrer Internet-Ausgabe unter Berufung auf die Polizei schreibt, sei keiner der Jäger dazu gekommen, seine Jagdwaffe auf die Angreifer zu richten. Die Täter erschossen auch zwei Jagdhunde, die die Jäger zu beschützten versucht hatten.

    Nach Angaben des Blattes wurden mehrere Polizisten, die zum Tatort eilten, leicht verletzt, als neben ihrem Dienstwagen eine Bombe explodierte.

    Später am Freitag nahmen zwei Separatisten die Gäste eines Cafes im Raum von Bacho unter Beschuss. Wie die Zeitung Nation unter Berufung auf Augenzeugenberichte schreibt, wurden drei Menschen getötet und neun verletzt. Die Angreifer entkamen in ihrem Auto.

    Die südthailändische Provinz Narathiwat hatte in der Vergangenheit neben den Nachbarprovinzen Pattani und Yala zum halbunabhängigen Sultanat Pattani, einem Vasallenstatt von Siam (früherer Name von Thailand), gehört.

    Das heutige Malaysia, das an Thailand angrenzt, hatte damals zu Großbritannien gehört und Britisch-Malaya geheißen. Das Sultanat Pattani lag somit zwischen dem britischem und dem siamesischem Gebiet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Territorium des Sultanats nach einem britisch-siamesischen Vertrag Siam einverleibt und in drei Provinzen aufgeteilt. Seitdem entstanden in der Region immer neue separatistische Bewegungen.

    Seit dem Ausbruch der letzten Separatistenwelle im Jahr 2004 sind mehr als 4000 Menschen getötet worden.