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    Südkorea ermittelt zum Untergang seines Grenzschiffes im Gelben Meer

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    Südkoreanische Ermittler hoffen, mit Hilfe des am Donnerstag vom Meeresgrund geborgenen Teils der Korvette Cheonan, die Ende März im Gelben Meer gesunken war, den Fall aufklären zu können, meldet die südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

    MOSKAU, 15. April (RIA Novosti). Südkoreanische Ermittler hoffen, mit Hilfe des am Donnerstag vom Meeresgrund geborgenen Teils der Korvette Cheonan, die Ende März im Gelben Meer gesunken war, den Fall aufklären zu können, meldet die südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

    Die Cheonan war am 26. März im Raum der von Seoul kontrollierten Insel Baengnyeong unweit der Grenze zu Nordkorea infolge einer starken Explosion gesunken, deren Ursache noch nicht geklärt ist.

    Das Patrouillenschiff soll vor seinem Untergang auseinander gebrochen sein. An Bord befanden sich 105 Mann. 58 von ihnen konnten sich retten, das Schicksal der anderen war zunächst ungewiss. Zwei Tage danach wurde die Cheonan mit Hilfe von Unterwasserortungsgeräten gefunden.

    Am Donnerstag wurde das Heckteil mittels eines Riesenkrans vom Meeresgrund gehoben und auf ein Schleppschiff geladen, welches das Wrackteil zu einem Marinestützpunkt bringen soll.

    Aus dem Schiff wurden 25 Seeleute tot geborgen.

    Nach Angaben von Associated Press sind bis jetzt 34 tote Besatzungsmitglieder gefunden worden. Zwölf weitere werden noch immer vermisst.

    Die Bergungsoperation für den restlichen Teil der Korvette ist für die nächste Woche angesetzt.

    In Massenmedien werden Vermutungen geäußert, dass Nordkorea hinter der Explosion stecke. Denn in dem betreffenden Meeresgebiet war es in der Vergangenheit zu erbitterten Zusammenstößen zwischen den Seekriegsflotten der beiden koreanischen Staaten gekommen.

    Es wird gemutmaßt, dass das südkoreanische Schiff von einem Torpedo angegriffen worden oder aber auf eine Mine aus dem Korea-Krieg von 1950-1953 gelaufen sein könnte. Eine weitere Version lautet auf die Explosion einer an Bord der Korvette deponierten Sprengladung.

    Die Seegrenze zwischen Nord- und Südkroea im Gelben Meer war vom US-Militär nach dem Korea-Krieg gezogen worden und ist von Pjöngjang bisher nicht anerkannt.

    Im Jahr 2007 hatten sich die Regierungen der beiden koreanischen Staaten darüber geeinigt, die umstrittenen Gewässer in eine gemeinsame Friedens- und Kooperationszone zu verwandeln. Doch die neue Regierung in Seoul, die im Jahr 2008 an die Macht gekommen war, hat den Kurs auf die Annäherung mit Nordkorea abgelehnt und die von der früheren Administration signierten Abkommen mit Pjöngjang gekündigt.

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