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    Amnesty International: Menschenrechtsverletzungen in G20 häufiger als weltweit

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    Verletzungen der Menschenrechte werden in den G20-Ländern häufiger verzeichnet als in der Welt insgesamt.

    LONDON, 27. Mai (RIA Novosti). Verletzungen der Menschenrechte werden in den G20-Ländern häufiger verzeichnet als in der Welt insgesamt. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) für 2009 hervor.

    So gibt es politische Gefangene in 30 Prozent der Staaten der Welt, im Rahmen der G20 liegt aber dieser Anteil bei 42 Prozent. Weltweit registrierten AI-Experten 35 Prozent der Länder, in denen unfaire Gerichtsprozesse geführt wurden, in der G20 beläuft sich aber dieser Anteil auf 47 Prozent.

    Wie der amtierende AI-Chef Claudio Cordone bei der Vorstellung des Berichts feststellte, haben die USA zwar 2009 „positiv begonnen“, als Präsident Barack Obama den Beschluss fasste, die so genannten „erweiterten Verhörtechniken“ des CIA offen zu legen sowie das Gefängnis in Guantanamo zu schließen. „Das Gefängnis ist aber immer noch nicht geschlossen, dort werden nach wie vor internationale Standards verletzt“, hieß es.

    Die Regierung Chinas sei bemüht, „das Geschehen in ihrem Lande vor der Außenwelt zu verstecken“. Der Zugang zu Informationen werde blockiert, Protestler würden verfolgt und Anfragen von UN-Beobachtern bezüglich der Anwendung von Folterungen ignoriert.

    „Keine der Seiten wurde bis jetzt für den Konflikt 2008 zur Verantwortung gezogen, in den Georgien und Russland verwickelt waren“, hieß es. „Russland hat Gewalt angewandt, um internationale Kräfte in die georgischen Regionen Südossetien und Abchasien hinein zu lassen.“

    „Zugleich möchte ich meine Begeisterung über die Kühnheit und die Beharrlichkeit von Menschenrechtsaktivisten in der ganzen Welt zum Ausdruck bringen“, fügte er hinzu. „Viele von ihnen arbeiten unter außerordentlich schwierigen Bedingungen wie beispielsweise in Moskau. Einige bezahlen das mit ihrem Leben, wie zum Beispiel Natalja Estemirowa.“

    Die Bürgerrechtlerin Estemirowa war am 15. Juli 2009 in Grosny entführt und getötet worden. Im Januar 2009 waren der Anwalt Stanislaw Markelow und die Journalistin Anastassija Baburowa in Moskau erschossen worden.

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