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    Uralte Hauptstadt fremder Eroberer in Ägypten entdeckt

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    Österreichische Archäologen, die sich mit Ausgrabungen am Ostdelta des Nils in Ägypten befassen, haben die Lage der alten Hauptstadt der asiatischen Nomaden Hyksos bestimmt, die Ägypten im 17. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zum Teil besetzt hatten, schreibt die ägyptische Zeitung Al-Ahram am Montag.

    KAIRO, 21. Juni (RIA Novosti). Österreichische Archäologen, die sich mit Ausgrabungen am Ostdelta des Nils in Ägypten befassen, haben die Lage der alten Hauptstadt der asiatischen Nomaden Hyksos bestimmt, die Ägypten im 17. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zum Teil besetzt hatten, schreibt die ägyptische Zeitung Al-Ahram am Montag.

    Die unter der Erde entdeckte Stadt hieß Avaris.

    Wie Zahi Hawass, Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung, sagte, wurden im Raum der Stadt Teil el-Daba nordöstlich von Kairo geophysikalische Forschungen durchgeführt, die es den Wissenschaftlern ermöglichten, die Grenzen der wenig bekannten Stadt Avaris exakt festzulegen.

    „Die erhaltenen Abbildungen machen es möglich, die unterirdische Stadt mit deren Straßen und Häusern sowie einem Friedhof zu sehen und ihre Grenzen deutlich zu markieren“, sagte Hawass. Wie er weiter berichtete, sind im Weichbild der Stadt Avaris ein Hafen, das Nil-Flussbett, das die Stadt durchquert, sowie zwei Inseln zu sehen.

    Die asiatischen Nomaden Hyksos waren während der Regierung der schwachen zwölften Dynastie der Pharaonen im 17. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in den nördlichen Teil Ägyptens eingedrungen und setzten sich im Raum des Nil-Deltas fest. Die Hyksos regierten die eroberten Territorien mehr als 100 Jahre und gründeten dort ihre Hauptstadt Avaris. Nach der Zerschlagung der Hyksos im Jahr 1550 vor unserer Zeitrechnung vernichteten die Ägypter alle Spuren des Aufenthalts dieser Völker auf dem Territorium Altägyptens.

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