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    Schweizer droht in Singapur Prügelstrafe wegen Graffiti

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    Einem in Singapur wegen Graffiti-Schmierereien angeklagten Schweizer drohen drei bis acht Stockschläge und bis zu drei Jahre Gefängnis.

    JAKARTA, 21. Juni (RIA Novosti). Einem in Singapur wegen Graffiti-Schmierereien angeklagten Schweizer drohen drei bis acht Stockschläge und bis zu drei Jahre Gefängnis.

    Wie die Zeitung Straits Times am Montag berichtete, wird dem 32-jährigen Computerfachmann vorgeworfen, mit einem Komplizen in der Nacht zum 17. Mai in ein U-Bahn-Depot eingebrochen zu sein und zwei Waggons mit Graffiti besprüht zu haben. Die Mitarbeiter der U-Bahn haben die Malerei erst einige Tage später bemerkt, weil sie sie zunächst für Werbung gehalten hatten.

    Die Schmiererei sorgte für einen großen Skandal im asiatischen Inselstaat, der auf seine Sauberkeit sehr stolz und für seine harten Strafen bekannt ist.

    Fricker wurde gegen Kaution von 72 000 US-Dollar auf freien Fuß gelassen. Am 24. Juni soll der Schweizer wieder vor Gericht erscheinen. Sein Komplize soll kurz nach der Tat aus Singapur verschwunden sein.

    Die Prügelstrafe wird in Singapur besonders gegen Ausländer angewendet. Die Dicke der Stengel der Rotangpalme, mit der die Verurteilten geschlagen werden, hängt von der Schwere der Tat ab. Mit den dicksten Stengeln werden Drogenhändler und Vergewaltiger geschlagen. Dabei werden dem Delinquenten nach jedem Schlag einige Wochen zum Verheilen der Platzwunde gegeben, um anschließend wieder auf die gleiche Stelle zu schlagen. Bei „leichteren“ Verbrechen hat die Strafe eher einen symbolischen Charakter.

     

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