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    Bundesinnenminister De Maiziere warnt vor Spionageaktivitäten Russlands und Chinas

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    Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Gefahr von Industriespionage in Deutschland von Seiten Russlands und Chinas als sehr ernst eingestuft.

    BERLIN, 21. Juni (RIA Novosti). Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Gefahr von Industriespionage in Deutschland von Seiten Russlands und Chinas als sehr ernst eingestuft.

    "Staaten wie Russland und China betreiben mit ihren Nachrichtendiensten aktiv Spionage in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung", heißt es in dem jüngsten Verfassungsschutzbericht 2009. Das Dokument wurde am Montag von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere in Berlin vorgestellt.

    Der Verfassungsschutz wolle sich künftig verstärkt dem Kampf gegen die Wirtschaftsspionage widmen. Dieser Bereich werde in den kommenden Jahren "ein neuer Schwerpunkt" für die Behörde sein, sagte De Maiziere. Angesichts der wachsenden Datenströme sei auch das Risiko der Unternehmen, ausspioniert zu werden, erheblich gestiegen.

    Die zunehmenden Angriffe auf Firmen-Computersysteme gefährdeten den technologischen Vorsprung deutscher Unternehmen und damit letztlich Arbeitsplätze, warnte der Minister. Kleine und mittelständische Firmen unterschätzten jedoch häufig die Gefahr.

    In dem 300-seitigen Bericht wurden auch innenpolitische Gefahren analysiert, darunter die steigende Zahl der Islamisten in Deutschland. Der Verfassungsschutz weist darauf hin, dass seit 2000 sieben ernsthafte Anschlagsversuche in Deutschland unternommen worden waren.

    Die Zahl der Islamisten in Deutschland wird gegenwärtig auf 36 270 geschätzt, gegenüber 34 720 im Jahr 2008. Unter ihnen seien auch junge Deutsche, die zum Islam übergetreten seien. Die meisten Islamisten (30 340) haben türkische und die anderen hauptsächlich arabische Herkunft.

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