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    Nach Spionageskandal: Sutjagin und Skripal bleiben voraussichtlich in England

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    Der ehemalige russische Geheimdienstler Sergej Skripal und der Wissenschaftler Igor Sutjagin, die im Zuge des jüngsten „Spionenaustauschs" mit den USA freigelassen und in den Westen abgeschoben wurden, werden voraussichtlich in Großbritannien bleiben. Das schreiben britische Zeitungen am Sonnabend.

    LONDON, 10. Juli (RIA Novosti). Der ehemalige russische Geheimdienstler Sergej Skripal und der Wissenschaftler Igor Sutjagin, die im Zuge des jüngsten „Spionenaustauschs" mit den USA freigelassen und in den Westen abgeschoben wurden, werden voraussichtlich in Großbritannien bleiben. Das schreiben britische Zeitungen am Sonnabend.

    Skripal, ehemaliger Oberst a. D. der Hauptverwaltung Aufklärung des Generalstabs Russlands, war 2006 zu 13 Jahren Haft verurteilt. Er soll dem britischen Geheimdienst MI-6 Namen russischer Geheimagenten in Europa für 100 000 US-Dollar verraten haben.

    Sutjagin, ehemaliger Leiter des Sektors militärtechnische und militärwirtschaftliche Politik der Abteilung außenpolitische Studien des Moskauer USA- und Kanada-Instituts, war 2004 zu 15 Jahren Freiheitsentzug  verurteilt worden. Ihm wurde „Hochverrat in der Form von Spionage" zur Last gelegt. Er soll Angaben über U-Boote und Raketen-Frühwarnsysteme an eine britische Gesellschaft übergeben haben, hinter der nach Angaben der russischen Geheimdienste die CIA gestanden ist.

    „Großbritannien ist an Skripal unmittelbar interessiert", schreibt The Guardian. Die Daily Mail meint dazu: Die Tatsache, dass „zwei der freigelassenen Russen, darunter auch Sutjagin, nicht weiter nach Amerika geflogen sind, zeugt davon, dass Großbritannien eine beträchtliche Rolle beim Tausch gespielt hat".

    Wie die Daily Telegraph schreibt, waren mehrere CIA-Mitarbeiter in Großbritannien eingetroffen, um die Russen zusammen mit Kollegen aus MI-6 zu vernehmen.

    „Zwei der vier am Freitag freigelassenen Russen trafen in Oxfordshire ein", so die Financial Times. „Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit kann man behaupten, dass sie sich auf ein neues Leben in Großbritannien nach vielen Jahren in russischen Gefängnissen vorbereiten."

    „Nun werden sie in Schutz genommen, für sie werden komfortable Lebensbedingungen an einem von Unbefugten abgeschirmten Ort geschaffen. Die britischen Geheimdienste sind darüber informiert, dass einige Mitarbeiter der russischen Geheimdienste - SWR, GRU und FSB - die beiden für Verräter halten werden", so das Blatt.

    Wie die Zeitung behauptet, sind die russischen Geheimagenten in Großbritannien derzeit sehr aktiv. „Dies betont ein weiteres Mal die Notwendigkeit, den Aufenthaltsort dieser Personen geheim zu halten."

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