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    „Bond-Girl“ Anna Chapman bei Moskauer Premiere von Angelina Jolies CIA-Thriller?

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    Mutmaßliche russische Spione in USA verhaftet (73)
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    Angelina Jolie wird Ende Juli in Moskau ihren "CIA"-Thriller "Salt“ vorstellen. Laut Medienspekulationen möchte die Hollywood-Diva bei der Premiere die nach dem russisch-amerikanischen Spionageskandal berühmt gewordene Anna Chapman sehen.

    MOSKAU, 14. Juli (RIA Novosti). Angelina Jolie wird Ende Juli in Moskau ihren "CIA"-Thriller "Salt“ vorstellen. Laut Medienspekulationen möchte die Hollywood-Diva bei der Premiere die nach dem russisch-amerikanischen Spionageskandal berühmt gewordene Anna Chapman sehen.

    In dem Streifen spielt Jolie Evelyn Salt, eine CIA-Beamtin, die von einem Überläufer als russische Doppellagentin angeprangert wird und deshalb vor ihren eigenen Kollegen fliehen muss.

    Eine Sprecherin des „Salt“-Filmvertreibers „Sony Pictures“ teilte RIA Novosti indes mit, dass Jolie voraussichtlich am 25. Juli nach Moskau kommen werde. Ein Treffen mit Chapman stünde jedoch nicht auf dem Aufenthaltsprogramm. „Das sind alles Erfindungen. Wir wissen davon nichts. Vorerst wissen wir nur den Ankunftstermin der Schauspielerin: 25. Juli. Aber auch das ist noch nicht endgültig festgelegt.“

    Das neue CIA-Aktion kommt sehr aktuell: Ende Juni meldete die US-Justiz die Zerschlagung eines mutmaßlichen russischen Spionagerings. Zwölf Personen wurden festgenommen und gegen vier in Russland wegen Spionage Verurteilte ausgetauscht bzw. ausgewiesen. Die wohl bekannteste „Agentin“ war Anna Chapman, die in der US-Presse als „Bond-Girl“ getauft wurde.

    In Russland nehmen die Reaktionen auf die Spionageaffäre indes skurrile Formen an: Die in Wolgograd (bis 1961 Stalingrad) erscheinende Zeitung „Gorodskije Westi“ schrieb einen Wettbewerb aus, um den besten Song über Anna Chapman zu ermitteln. „Wir kamen auf diese Idee, als bekannt wurde, dass die unter Spionage-Verdacht stehende Anna lange in Wolgograd gelebt und die Schule hier besucht hat“, sagte der Chefredakteur des Blattes Andrej Serenko zu RIA Novosti.

    Am Mittwoch empfahl die Wolgograder Beratungsagentur dem Bürgermeister Roman Grebennikow, Anna Chapman den Titel der Ehrenbürgerin der Stadt zuzuerkennen. Damit solle der Beitrag der mutmaßlichen Agentin „zur Herausbildung eines positiven Images“ der Stadt an der Wolga gewürdigt werden, sagte der Direktor der Agentur Viktor Fetissiow. „Die russische Spionin hat Wolgograd weltweit berühmt gemacht.“

     

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