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    Iranischer Atomforscher: Auf US-Honorar in Millionenhöhe freiwillig verzichtet

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    Der iranische Atomforscher Shahram Amiri, der am Donnerstag aus den USA nach Teheran zurückgekehrt ist, hat nach eigenen Worten auf ein Honorar in Höhe von 50 Millionen Dollar verzichtet, das ihm von den USA angeboten wurde, berichtet der iranische Fernsehsender Press TV.

    MOSKAU, 15. Juli (RIA Novosti). Der iranische Atomforscher Shahram Amiri, der am Donnerstag aus den USA nach Teheran zurückgekehrt ist, hat nach eigenen Worten auf ein Honorar in Höhe von 50 Millionen Dollar verzichtet, das ihm von den USA angeboten wurde, berichtet der iranische Fernsehsender Press TV.

    „Mir wurden 50 Millionen Dollar angeboten und es wurde versichert, dass ich und meine Familie die entsprechenden Lebensbedingungen in einem europäischen Land bekommen werden, wenn ich nicht nach Iran zurückkehre“, sagte Amiri auf einer Pressekonferenz nach seiner Rückkehr in die Heimat.

    Außerdem seien ihm zehn Millionen Dollar für ein 10-minütiges CNN-Interview angeboten worden, in dem er erklären sollte, er halte sich aus freien Stücken in den USA auf.

    Der Wissenschaftler war bei seiner Pilgerreise im Juni 2009 in Saudi-Arabien verschwunden. Der Iran machte die USA-Geheimdienste dafür verantwortlich und warf den Behörden Saudi-Arabiens eine Komplizenschaft bei der Entführung des Atomexperten vor. Nach Angaben der iranischen Seite soll Amiri aus Riad nach Washington gebracht worden sein.

    Vor seiner angeblichen Entführung war der Wissenschaftler an der Technologischen Universität Malik Ashtar in Teheran als ein einfacher Fachmann tätig gewesen.

    Laut einer anderen Version, die später von westlichen Medien verbreitet wurde, hat Amiri den Entschluss gefasst, nicht in den Iran zurückzukehren, und seine Zustimmung für die Zusammenarbeit mit den US-Geheimdiensten gegeben.

    Am heutigen Donnerstag berichtete die Washington Post, Amiri habe in den USA fünf Millionen Dollar für seine Informationen erhalten. Von diesem Geld werde Amiri allerdings kaum Gebrauch machen können, weil er das USA-Territorium verlassen habe, hieß es. „Alles, was er bekommen hat, ist für ihn angesichts der gegen den Iran beschlossenen Finanzsanktionen nicht mehr zugänglich“, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses mit, der anonym bleiben wollte. „Er ist weg, sein Geld ist aber geblieben.“

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