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    Brände um Russlands Atomzentren: Sneschinsk außer Gefahr - Osjorsk gefährdet

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    Die Waldbrände im Raum des Atomforschungszentrums Sneschinsk im Gebiet Tscheljabinsk sind jetzt gelöscht worden. Das teilte der Pressedienst der regionalen Verwaltung des Zivilschutzministeriums am Montag mit.

    MOSKAU, 10. August (RIA Novosti). Die Waldbrände im Raum des Atomforschungszentrums Sneschinsk im Gebiet Tscheljabinsk sind jetzt gelöscht worden. Das teilte der Pressedienst  der regionalen Verwaltung des Zivilschutzministeriums am Montag mit.

    Der Waldbrand in der Nähe von Sneschinsk war am Freitag ausgebrochen und hatte zeitweise bis zu zehn Hektar erfasst.
    Das Institut war 1955 gegründet worden. Laut der auf der offiziellen Webseite des Instituts veröffentlichten Information handelt es sich um „ein Nuklearwaffenzentrum von Weltniveau“. Es befasse sich mit wissenschaftlich-technischen Problemen auf dem Gebiet der Entwicklung und Erprobung der nuklearen Sprengsätze strategischer und taktischer Zweckbestimmung, mit Problemen der zivilen Nutzung der Atomenergie sowie mit angewandten und Grundlagenforschungen auf diesem Gebiet.

    Zugleich mussten im Raum von Osjorsk, wo sich eine der größten russischen Atomdeponien befindet, Notstand-Regelungen eingeführt werden. Osjorsk ist 80 Kilometer von Sneschinsk entfernt.
    In einer Stellungnahme der russischen Atomenergiebehörde Rosatom zu diesem Beschluss des Oberbürgermeisters von Osjorsk hieß es: „Der Administrationschef hat die Notstand-Regelungen in Osjorsk im Zusammenhang mit den Bränden in Sneschinsk beschlossen, um die Rettungsdienste der Stadt zu mobilisieren und den Einwohnern die Waldspaziergänge zu verbieten, weil der Brand bei Sneschinsk gerade am Wochenende im Erholungspark Lyssaja Gora ausgebrochen war.“

    Rosatom ist für zehn gesperrte Verwaltungsgebilde (SATO) zuständig, in denen sich Atomobjekte befinden: Osjorsk, Sneschinsk und Trjochgorny (Gebiet Tscheljabinsk), Sarow (Gebiet Nischni Nowgorod), Lesnoi und Perwouralsk (Gebiet Swerdlowsk), Saretschny (Gebiet pensa), Sewersk (Gebiet Tomsk), Schelesnogorsk und Selenogorsk (Region Krasnojarsk). Sie alle werden von den föderalen Verwaltungsorganen finanziert und kontrolliert. Zugleich nehmen die dortigen Einwohner an den Wahlen der örtlichen Verwaltungsorgane teil.

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