00:40 24 Oktober 2018
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    Verschmutztes Flusswasser aus China erreicht Russland

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    Das durch Chemikalien verschmutzte Wasser des Flusses Songhua (Sungari), des größten Nebenflusses des Stromes Amur, hat die russische Grenze erreicht

     

    Das durch Chemikalien verschmutzte Wasser des Flusses Songhua (Sungari), des größten Nebenflusses des Stromes Amur, hat die russische Grenze erreicht.

    Wie ein Sprecher der Zivilschutzbehörde der russischen Region Chabarowsk RIA Novosti mitteilte, waren am 28. Juli mehr als 7100 Fässer mit Chemikalien, darunter Trimethylchlorsilan und Hexamethyldisilazan, von einem Hochwasser in der Provinz Jilin in den Songhua gespült worden.

    Der chinesischen Seite zufolge seien fast alle Chemikalienfässer aus dem Fluss gefischt worden und stellten für Russland keine Gefahr mehr dar. Nach Angaben der chinesischen Umweltkontrolle seien im Songhua-Fluss keine Veränderungen registriert worden.

    In Russland beobachten Zivilschutzexperten und das Fernöstliche Amt für Hydrometeorologie und Umweltkontrolle seit Sonntag das Flusswasser an der Songhua-Mündung. Am Montag sind beim Dorf Nischneleninskoje (in der Nähe der Songhua-Mündung) Wasserproben entnommen worden, die vom Dienstag an in einem Labor in Chabarowsk analysiert werden sollen.

    Dem Sprecher zufolge hatten das Fernöstliche Amt für Hydrometeorologie und Umweltkontrolle und das regionale Inspektionszentrum für Kleinschiffe am vergangenen Mittwoch bereits die Entnahme von Wasserproben aus dem Amur-Arm organisiert.

    „Laut den bisherigen Analyseergebnissen entspricht die Wasserbeschaffenheit in Bezug auf mikrobiologische und die wichtigsten physikalisch-chemischen Kennwerte der Norm“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

    Es wird erwartet, dass die mutmaßliche Giftwelle aus dem Songhua-Fluss vom 13. bis 15. August die Regionshauptstadt Chabarowsk erreichen wird. Für den Fall, dass die Wasserentnahme aus dem Amur zeitweilig eingestellt werden sollte, stehen Trinkwasserbehälter parat.

     

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