10:54 16 Oktober 2018
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    Bosnischer Arzt wirft Ermittlern des UN-Kriegsverbrechertribunals Folter vor

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    Ermittler des Internationalen Strafgerichtshofs für Ex-Jugoslawien (ICTY) sollen 2002 den bosnischen Arzt Ilyas Pilav gefoltert haben, um Aussagen gegen Naser Oric, einen militärischen Kommandeur der bosnischen Moslems, abzupressen.

    Ermittler des Internationalen Strafgerichtshofs für Ex-Jugoslawien (ICTY) sollen 2002 den bosnischen Arzt Ilyas Pilav gefoltert haben, um Aussagen gegen Naser Oric, einen militärischen Kommandeur der bosnischen Moslems, abzupressen.

    Darüber schreibt am Dienstag die in Sarajevo erscheinende Zeitung Dnevni Avaz.

    Der aus der ostbosnischen Stadt Srebrenica stammende Arzt erzählte der Zeitung, er denke mit Grauen an die Folter und Schikanen zurück, denen er 2002 während der Vernehmungen vor dem Haager Tribunal unterzogen worden sei. „Die Hölle von Srebrenica war für mich leichter als das, was ich von den ICTY-Ermittlern in Friedenszeit erlebt habe.“

    Während des Bosnienkrieges waren im Juli 1995 nahe Srebrenica bis zu 8.000 muslimische Jungen und Männer getötet worden. Das grausame Verbrechen ist auch als Massaker von Srebrenica bekannt.

    Vergangene Woche wurde bekannt, dass der Internationale Strafgerichtshof für Ex-Jugoslawien eine Ermittlung gegen Carla del Ponte, ehemalige ICTY-Chefanklägerin, eröffnet hat. Der Schweizerin werden Unregelmäßigkeiten beim Prozess gegen den serbischen Ultranationalisten Vojislav Seselj zur Last gelegt.

    Laut der britischen Zeitung Guardian ermittelt das Tribunal auch gegen die Staatsanwälte Hildegard Urtz-Retzlaff und Daniel Saxon wegen des Verdachts auf Folterung und Einschüchterung von Zeugen.

     

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