23:08 17 Januar 2018
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    Notstandsbekämpfung: Kirche will aktiver eingreifen

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    Das russische Zivilschutzministerium und die Russisch-Orthodoxe Kirche haben ein Kooperationsabkommen geschlossen, nach dem Geistlichen und Caritasschwestern der Zugang zu Notstandsgebieten erleichtert wird.


    Das russische Zivilschutzministerium und die Russisch-Orthodoxe Kirche haben ein Kooperationsabkommen geschlossen, nach dem Geistlichen und Caritasschwestern der Zugang zu Notstandsgebieten erleichtert wird.

    „Das Niveau der Arbeit der Menschen, die an der Bekämpfung von Katastrophen teilnehmen, hat für das Leben des Landes eine sehr große Bedeutung“, sagte Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland am Dienstag bei der Unterzeichnung des Abkommens mit Zivilschutzminister Sergej Schoigu.

    Das Abkommen sieht eine gemeinsame Tätigkeit zur Planung und Koordinierung der Hilfeleistung für die Betroffenen in Notstandssituationen, gemeinsame Übungen sowie die Veranstaltung von Konferenzen und Seminaren vor.

    Unter anderem soll ein System des regionalen Zusammenwirkens der Zivilschutz-Organe und der Diözesenleitungen der Russisch-Orthodoxen Kirche aufgebaut werden. Darüber hinaus übernimmt das Zivilschutzministerium die Ausbildung von Geistlichen, freiwilligen Helfern und Caritasschwestern für den Notstandseinsatz.

    Laut Patriarch Kyrill unterstützt die Kirche seit Jahren von Katastrophen betroffene Menschen. Das Kirchenoberhaupt erwähnte dabei die schweren Anschläge der vergangenen Jahre in Moskau, das Geiseldrama vom Jahr 2004 im nordossetischen Beslan und den bewaffneten Konflikt vom Jahr 2008 in Südossetien, die beiden Anschläge gegen die Moskauer U-Bahn im Frühjahr 2010, die jüngsten Unruhen in Kirgistan und die verheerenden Waldbrände im Sommer 2010 in Russland.