05:10 19 September 2018
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    Irans Außenamt kritisiert nationale Medien wegen Beleidigung von Carla Bruni

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    Nachdem die iranische Presse Carla Bruni, Gattin des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, als Frau ohne Moral bezeichnet haben, warnt das Außenministerium in Teheran Medien vor Beleidigungen ausländischer Politiker und deren Angehörigen.

    Nachdem die iranische Presse Carla Bruni, Gattin des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, als Frau ohne Moral bezeichnet haben, warnt das Außenministerium in Teheran Medien vor Beleidigungen ausländischer Politiker und deren Angehörigen.

    „Die Beleidigung ranghoher Vertreter fremder Staaten und die Nutzung von obszönen Ausdrücken sind in der islamischen Republik Iran nicht gestattet“, sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast am Dienstag in Teheran. „Wir kritisieren die Politik, das Benehmen und Kommentare hochrangiger Politiker anderer Staaten und rufen sie zu einer Revision ihrer Schritte auf. Doch denken wir nicht, dass die Verwendung von anstößigen Wörtern angebracht ist“, zitierte ihn die Agentur Reuters.

    Carla Bruni hatte sich gegen das grausame Todesurteil gegen die Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani ausgesprochen. Die 43-jährige Mutter zweier Kinder wurde wegen Ehebruchs zur Steinigung verurteilt.

    Mit ihrem Engagement zog sich Bruni den Zorn der iranischen Medien zu. Die ultrakonservative Zeitung "Kayhan" schrieb am Samstag über Bruni: „Die Vorgeschichte zeigt klar, warum diese unmoralische Frau eine wegen Ehebruchs verurteilte Frau unterstützt.“ Die Zeitung beschimpfte die französische First Lady als Frau mit schlechtem Ruf und behauptete, dass das ehemalige Model eine außeneheliche Liebesaffäre gehabt habe.

    Anfang März waren im Twitter Gerüchte über eine Affäre zwischen Bruni und dem französischen Sänger Benjamin Biolay verbreitet und dann auch in einem Blog von Journal du dimanche nachgedruckt worden. Der Skandal kostete den Chef des zu Journal du dimanche gehörenden Portals Newsweb und den Blogger ihre Jobs.

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