16:29 26 September 2017
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    Zehntausende Ortschaften in Russland ohne eigene Feuerwehr

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    Russland brennt (224)
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    24 000 Ortschaften Russlands liegen außerhalb der Reichweite der Feuerwehr und sind somit in Notfällen ungeschützt.

    24 000 Ortschaften Russlands liegen außerhalb der Reichweite der Feuerwehr und sind somit in Notfällen ungeschützt.

    Das gab der russische Zivilschutzminister, Sergej Schoigu, am Dienstag bei einer Sitzung der Staatsduma (Parlamentsunterhaus) bekannt.

    Verheerende Brände toben in 22 Regionen Russland seit Juli. Es gab rund 30 000 Wald- und Torfbrände auf einer Fläche von mehr als einer Million Hektar. 60 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, 2500 Häuser wurden zu Asche. Mehr als 160 000 Menschen waren bei den Löscharbeiten im Einsatz, 125 000 davon waren professionelle Feuerwehrleute, die seit 2004 dem Zivilschutzministerium angehören.

    Schoigu äußerte außerdem, dass die Feuerwehr ihre Funktionen erweitern und auch Hilfe bei Verkehrsunfällen und in anderen Notsituationen leisten muss.

    „Die offiziellen Statistiken in der ganzen Welt zeugen, dass die Brandbekämpfung nur 10 Prozent der Arbeitszeit der Feuerwehrleute ausmacht. In der restlichen Zeit sind sie bei Verkehrsunfällen und anderen Notfällen im Einsatz“, sagte Schoigu.

    In den sechs Jahren, seit die Feuerwehr dem Zivilschutzministerium unterstellt wurde, habe die Feuerwehr alle notwendigen Ausrüstungen für die Arbeit bei Verkehrsunfällen bekommen. Derzeit werden die Zivilschützer bei jedem dritten und in einigen Regionen bei jedem zweiten Verkehrsunfall eingesetzt, so Schoigu.

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