01:40 13 November 2018
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    Scharfe Diskussion zwischen Sarkozy und Barroso zu Roma-Problem

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    Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso haben am Donnerstag eine "überaus scharfe Diskussion" zum Roma-Problem gehabt.

    Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso haben am Donnerstag eine "überaus scharfe Diskussion" zum Roma-Problem gehabt.

    Das teilte Bulgariens Regierungschef Bojko Borissow Journalisten in Brüssel mit. Die Roma-Frage habe nicht auf der Tagesordnung der Sitzung der Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder gestanden. Sie sei unmittelbar in der Sitzung aufgeworfen worden. "Es wurden aber keine Beschlüsse gefasst. Die Staats- und Regierungschefs einigten sich darauf, das Problem bei ihrem nächsten Treffen im Oktober langfristig zu lösen.

    Am 9. September hatte das EU-Parlament eine Resolution mit der Forderung an Frankreich und einige andere Länder angenommen, die Deportation der Roma "unverzüglich zu stoppen". Am selben Tag erklärten Frankreichs Immigrationsminister Eric Besson und Frankreichs Europa-Staatssekretär Pierre Lellouche, Paris werde um kein Millimeter nachgeben. Die französischen Behörden handelten in vollem Einklang mit EU-Normen, hieß es.

    Ende Juli dieses Jahres hatte Sarkozy die Schließung von mehr als 200 Roma-Lagern und die Abschiebung der Bewohner in ihre Heimatländer Rumänien und Bulgarien angekündigt. Zwischen 28. Juli und 17. August reisten 979 Roma aus Frankreich aus, darunter 828 freiwillig, nachdem sie Finanzhilfe der französischen Regierung erhalten hatten - 300 Euro pro Erwachsenen und 100 Euro pro Kind. In den letzten Wochen wurden noch etwa 600 Roma aus Frankreich ausgewiesen.

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